An die Auswirkungen von unterschiedlichen Sitzpositionen und Bepackung habe ich selbstverständlich auch gedacht. Ich hatte ja etliche Tage Zeit zum Ausprobieren und Testen. Was die Bepackung angeht, müsste mein Rad etwas langsamer gewesen sein, denn ich hatte vorne am Lowrider die etwas größeren Taschen und auch eine etwas größere Lenkertasche.
Nachdem mir der Unterschied im Laufverhalten auf der Etappe von Skaidi nach Alta erstmals aufgefallen war, hatte ich mir noch nicht viel dabei gedacht. Als wir uns einige Tage später auf der E45 in Schweden wieder trafen und zusammen nach Süden fuhren, gab es über etliche Tage auf den zahlreichen gemäßigten Abfahrten Gelegenheiten genug, alles Mögliche auszuprobieren, um dem Unterschied auf die Schliche zu kommen: Peters VR lief superleicht; kein Wunder, Peter war schon 5 Wochen unterwegs. Sein HR lief, wie halt ein Rohloff-HR so läuft; keine Auffälligkeiten. Den Reifendruck haben wir abgestimmt. Seine Marathon Dureme waren mit knapp 40 mm etwa genauso breit wie meine Vittoria Hyper. Auf den Abfahrten habe ich bewusst eine für ich unüblich aufrechte Körperhaltung angenommen, um nicht so viel und so früh bremsen zu müssen. Am unterschiedlichen Luftwiderstand kann es auch nicht gelegen haben; denn, ganz gleich, ob ich vorne fuhr oder mit 50-60 m Abstand hinterher, bei jeder Abfahrt lief ich ihm davon oder musste immer wieder zwischendurch bremsen, um den Abstand zu halten. Insofern stimmt es schon, dass eine Rohloff im HR den Verschließ an Bremsbelägen vermindern kann.
Anmerken möchte ich noch, dass mein LHT nicht einmal besonders leichtläufig ist, was Ulli (otti), mit dem ich vorher zum Nordkapp unterwegs war, gerne bestätigen wird. Sein mit XT-Naben ausgestattetes Rad lief auf den Abfahrten feststellbar leichter als mein LHT, was wir auf den immer leicht bremsenden SON im meinem VR zurückgeführt haben.