Ich fahre seit 4 Jahren mein Rohloff-Terra im Wechsel mit diversen Kettenschaltungsrädern und kann bestätigen, dass das Rohloffrad spürbar schwerer läuft als meine Räder mit Kettenschaltung, auch im Vergleich zu dem gleich bereiften und ähnlich schweren Velotraum. Defekte hatte ich in den jetzt gut 20 00 km nicht, auch die interne Schaltansteuerung erwies sich bisher als problemlos. Vor meiner ersten längeren Radreise hatte ich mir allerdings einen Schaltseilset besorgt und auch den Wechsel zu Hause geübt.
Dass ein Rohloffrad schwerer läuft als ein vergleichbares Rad mit Kettenschaltung, hat sich auf meiner diesjährigen Tour in Nordskandinavien sehr eindrucksvoll bestätigt. Ich fuhr auf etlichen 100 km zuerst in Norwegen von Hammerfest nach Narvik und dann in Schweden auf der E45 von Gällivare nach Vilhelmina zusammen mit Peter aus Hamburg, der ein meinem LHT vergleichbares 28"-Rad fuhr, er allerdings mit Rohloff, ich mit Kettenschaltung. Auf den zahlreichen Gefällpassagen lief ich ihm ständig davon bzw. auf ihn auf oder musste, um den gleichen Abstand zu halten, immer wieder bremsen. Unsere Räder waren ähnlich bereift (Dureme / Hyper) und wir fuhren beide mit dem gleichen Lufdruck. Dabei hatte Peters Rad vorne eine normale Nabe, mein LHT einen SON28, der ja auch schon einen durchaus merkbaren größeren Rollwiderstand aufweist, welcher aber durch die im Vergleich zu meiner Kettenschaltungs-HR-Nabe schwerer laufende Rohloff offensichtlich weit überkompensiert wurde.