Wenn man an der Rhone in Lyon startet, kommt zuerst das unangenehmste Stück der gesamten Route, denn auf den ersten 25 bis 30 Kilometern südlich von Lyon ist der Radweg noch nicht ausgebaut (Stand Frühjahr 2023). Danach wird es aber schlagartig besser. Als ich 2023 diese Tour plante, wurde mir dringend dazu geraten, die Rhone spätestens in Arles zu verlassen, da die Küstenstrecke von der Mündung nach Marseille problematisch ist. Ich bin daher über die Alpilles nach Aix-en-Provence gefahren und dann nach Marseille hinein. Dank der parallel verlaufenden Autobahn war der Verkehr bis kurz vor dem Zentrum von Marseille einigermaßen erträglich. In Aix-en-Provence war es schwierig, eine Unterkunft zu finden. Das kann allerdings daran gelegen haben, dass der Juni dort Hochsaison ist. Dann könnte es etwas früher im Jahr dort besser aussehen.
Bei der Alternative in Italien muss man zwischen Florenz und Bologna irgendwie den Appennin überqueren. Ich habe in diesem Jahr - allerdings in die Gegenrichtung - die Passstraße von Faenza nach Borgo Lorenzo gewählt, die eher gemächlich ansteigt und zumindest im oberen Teil wenig Verkehr hat. Ich glaube mich zu erinnern, dass diese Strecke von Süden kommend deutlich steiler ist. Auch die direkte Zufahrt von Florenz nach Borgo Lorenzo über Fiesole hat es steigungstechnisch in sich. Ab Faenza wird es in der Poebene dagegen ausgesprochen flach. Von einem Vorort von Bologna (Nähe Flughafen) gibt es die Ciclovia del Sole, einen Bahntrassenradweg, der sehr direkt bis kurz vor dem Po bei Ostiglia führt. Als Ziel dieses Bahntrassenradwegs ist zwar Verona angegeben, aber nördlich von Ostiglia gibt es keine Fortsetzung.