In Antwort auf: Martina
In Antwort auf: StefanTu
Servus Martina,
In Antwort auf: Martina

Und deshalb glaube ich fest daran, dass man eine Sache wirklich gut nur dann lernt, wenn man sie hauptsächlich macht und nicht wenn man sie nur übt.

Was ist "etwas tun" anderes als "etwas üben"?


Besser als in meinem letzten Mail kann ich das nicht beschreiben.

Zitat:

Ich habe mit Auto und Motorrad mehrere Fahrtrainings absolviert und habe von dem dort antrainierten Fähigkeiten schon häufig im Alltag profitiert, da sie durch extrem häufiges Wiederholen in kurzer Zeit auch reflexartig zur Verfügung stehen.


Bist du sicher, dass ein doch relativ komplexer Vorgang nach einmaligem Lernen immer wieder abrufbar ist, auch wenn er inzwischen nicht mehr geübt wurde? Dem widerspricht eigentlich, wieviel z.B. Profimusiker üben müssen um ihr Niveau zu halten.


Jeder Motorradfahrer, der nur saisonal unterwegs ist, hat die Erfahrung gemacht, das er sich zu Saisonanfang erst mal wieder an sein "bisheriges" Fahrkönnen heranarbeiten muß. - Ausnahmen finden sich gehäuft in den Unfallstatistiken.

Fahrsicherheitstraining Motorrad - Fahrrad ist teilweise vergleichbar, Fahrsicherheitstraining Auto - Fahrrad m.E. nicht.

In Antwort auf: Martina
Und dann sehe ich noch das grundsätzliche Problem, dass es eben *nicht* so ist, dass jeder jede Technik lernen kann.


Oder muß. Das Fahrrad ist zuallererst mal "nur" ein Verkehrsmittel. Somit ist auch nur ein normales Fahrkönnen (hoffentlich) zu erwarten.
Das Fahrrad als Sport- oder Artistikgerät ist eher für einen kleineren Personenkreis interessant. - Für diesen Personenkreis könnte dann auch das aufsteigende Hinterrad interessant sein.

Aufsteigende Hinterräder haben immer auch etwas mit potentiellem Kontrollverlust zu tun. Warum man das aus sicherheitstechnischer Sicht üben sollte, erschließt sich mir nicht.

In Antwort auf: Martina
... aber jemand, der zwei schwere Unfälle hatte zu 'beschuldigen', er/sie hätte einfach nicht genug geübt finde ich schon ein bisschen frech, zumindest wenn man die näheren Umstände nicht kennt. Vielleicht haben die, die bisher noch keinen Unfall hatten auch einfach nur Glück gehabt.


Na ja, vielleicht war das Ganze auch gar nicht so scharf gemeint.
Was vielleicht nicht vergessen werden sollte, nach schwerem Unfall ist der Fahrer häufig längere Zeit nicht in der Lage, unverkrampft mit seinem Fahrzeug zu agieren (egal welches Fahrzeug). Somit ist die potentielle Unfallgefahr wesentlich höher. Was oder ob überhaupt diese "Angst" nun beseitigen kann, ist individuell sehr verschieden. Ein "Fahrsicherheitstraining", Übung etc. kann evtl. helfen. Artistische Forderungen an die Fahrer haben (lt. meinen Erfahrungen) eher negativen Effekt.

Zusätzlich kommt dann noch ein anderer Aspekt dazu: Ein Großteil der Radfahrer, die ich hier in der Gegend sehe, besteht aus "Sonntags- und Schönwetterfahrern", sowie zu einem nicht unerheblichen Teil aus Fahrern der "älteren Generation". Denen ist mit Fahrkunststücken etc. nicht zu helfen. Hier greift m.E. hauptsächlich ein verkehrstüchtiges Fahrrad. Typische Mängel: sehr schlecht eingestellte Bremsen, über die Max-Markierung hinaus herausgezogene Sattel- und Lenkstangen, defekte Beleuchtung - und das z.T. nach Durchsicht von Fahrradwerkstätten traurig