Der Thule-Träger kann ja auch an ein anderes Rad mit Federgabel. Zumindest diese Investition war nicht für die Katz. Auch andere Sachen die man nachträglich anschafft und ans Rad dran schraubt, müssen da nicht dran bleiben.
Aber unterm Strich steht tatsächlich, das Du zumindest den Kauf des Rades als solches teilweise als Lehrgeld abschreibst. Du kannst es behalten und als Zweitrad weiterfahren. Verkaufen ist auch möglich, auch wenn da nur um 200 Euro rein kämen und natürlich kannst Du für eigentlich recht überschaubare Kosten zumindest den Antrieb auswechseln.
Vergiss aber speziell beim Umbau nicht, das wir Antwortschreiber hier solche Umbauten selbst erledigen und nur etwas Freizeit und eben die Kosten für das Material aufrechnen. Grob überschlagen würde man ein komplettes Hinterrad ersetzen und wenn es an der Kurbel keine lösbaren Schraubverbindungen gibt, auch diese. Dazu die Kette und Kassette und weil es bei solch einem Umbau keinen Sinn macht, 7-fach Schaltungen erneut zu wählen, tauscht man Umwerfer, Schaltwerk und Schalthebel gleich mit. Oder anders herum, das halbe Rad! Mit gebrauchten Komponenten geht das günstiger, denn schon der Neukauf solcher Einzelteile summiert sich schnell auf 150 Euro und setzt dann auch noch voraus, das einige spezielle Werkzeuge vorhanden sind. Solch eine Umrüstung gegen Lohn in Auftrag geben, kann nicht empfohlen werden. Seriöse Werkstätten sollten ebenfalls davon abraten. Die Kosten für Teile und Werkstatt übersteigen sonst den Wert des Rades und damit auch wirtschaftlich sinnvolle Grenzen.
Ich vermute, Du hast Dir zwar ein sehr preiswertes Rad für erste Erfahrungen gekauft, könntest Dir aber auch ein Fahrrad mit passenderer Ausstattung anschaffen. Alleine die Frage nach der Rohloff-Schaltung lässt diesen Schluß zu, denn Räder mit dieser Schaltung fangen neu erst bei etwa 1800 Euro an. Verkaufskategorie hin oder her, das ist einfach eine andere Liga. Selbst Gebraucht wirds kaum dreistellig.
Du fährst nicht viel, also sollten sich die Kosten für das Rad, sofern Du Geld überlegt ausgeben möchtest, in gewissen Grenzen bewegen. Eine Kettenschaltung ist eine gute Anfangsüberlegung. Gerade auch bei selteneren Fahrten wird die Wartung nicht aufwändiger. Sauber und trocken sollte solch ein Rad die Wartezeit bis zur nächsten Tour überdauern, dann hält es sehr lange durch.
600-800 Euro sind ein Preisbereich in dem sich richtig gut ausgestattete Räder bewegen. Ganz genau kann man das schlecht festlegen, denn es kommt auch drauf an, ob man Sonderangebote findet, welche mehr fürs Geld bieten könnten. In jedem Fall aber solltest Du auf die Kraftübersetzung achten.
Eine einfache Rechnung: Teile die Zahl der Zähne des kleinen Kettenblatt vorne durch die Zahl der Zähne des größten Ritzel hinten. Bei der Rechnung sollte eine Zahl mit einer Null vor dem Komma heraus kommen und am Besten etwas mit Sechs oder Sieben dahinter. Beispiel: 26:32=0,81 oder 24:34=0,71
Achte weniger auf eine schnelle Übersetzung mit goßen Kettenblättern vorne. Die sind für den sportlichen Alltag gut, aber schwer beladen und bergauf muss es möglichst klein werden. Auch Fahrräder die an der Kurbel nur zwei Kettenblätter tragen, kommen dafür in Frage. In gehobener Preisklasse wird Dir das öfter angeboten. Auch das ist völlig in Ordnung, wenn es eher kleinere Kettenblätter sind. (unter 40)