Beim Vergleich zum Kfz solltest Du bedenken, dass 1. beim Alltags-Kfz die Masse der Bremsen keine große Rolle spielt und 2. dass diese Fahrzeuge eine Motorbremse haben.
Der Hauptunterschied dürfte sein, dass beim Fahrrad alle Teile extrem gewichtstoptimiert konstruiert werden müssen.
Bei Starrgabel spielt ein weiterer Aspekt eine Rolle - die Verstärkungen können die Gabeln bockhart machen.
So etwas spürt man am Lenker, selbst mit breiteren Reifen und abgesenkten Druck.
Ich habe bei Umrüstung meines Cyclocrossrades das erste Mal feststellen müssen, dass der Anzugsmoment von 6 Nm nicht mehr ausreicht um den Lenker in Position zu halten und das bei maßhaltigem Syntace Vorbau und Lenker. Ich musste auf 8 Nm hochgehen.
Ich war mit 35 mm Reifen bei ca. 3 Bar im Gelände unterwegs.
Davor die Jahre, einserseits mit schlanker Stahlgabel und anderseits mit Carbongabel, haben 6 Nm zur Lenkerklemmung genügt. Damals war ich sogar noch unwissenderweise mit 5 Bar im Gelände unterwegs.
Es sind damit auch ganz andere Lastspitzen, die mit Diskgabeln auf die Handgelenke einwirken können.
Am vollbepackten Reiserad sollte das nicht ganz so dramatisch sei, da die höhere Beladung für ein angenehmeres Ansprechen als im unbeladenen Zustand sorgt.
Zudem gibt die Gabel auch mehr Stabilität, wenn man das Rad etwas kräftiger fordert.