... und die Alfine 8 hat wohl nicht genug Gänge für die Bergtauglichkeit und bei der Alfine 11 soll es wohl häufiger zu Leertritten kommen?
Das stimmt so nicht ganz. Was richtig ist: Die Alfine 8 ist NICHT bergtauglich (und die Alfine 11 auch nicht!!!), auch wenn hier schon mancher das Gegenteil behauptet hat.
Das liegt aber NICHT an der Anzahl der Gänge, sondern am kleinstmöglichen Gang. In den Bergen kann die Übersetzung nicht klein genug sein, bzw. rechnet man am besten in Entfaltung (wieviel m legt man mit einer Kurbelumdrehung zurück). Diese sollte schon deutlich unter 2 m liegen, eher so bei 1,50 m (oder noch weniger).
Die Alfine-Nabenschaltungen erlauben jedoch keine Eingangsübersetzung, die klein genug ist. Mit der zulässigen Übersetzung kommt man minimal auf ca. 2,20 m (bei einem 28"-Laufrad), und das ist für ein Reiserad ganz deutlich zuviel. Bei der Alfine 11 ist der einzige Unterschied, dass man 3 Gänge mehr nach oben hat (also in die falsche Richtung), sie bietet in punkto Bergtauglichkeit wirklich keinerlei Vorteil gegenüber der Alfine 8.
Wenn du dir wirklich ein Reiserad anschaffen willst, dann bleiben m.E. nur zwei Optionen: Kettenschaltung oder Rohloff, wobei ein Neurad mit Rohloff für 1000 € nicht zu haben ist. Also bleibt dir eigentlich NUR die Kettenschaltung als einzig machbare Option.
Lass dich bitte ja nicht zu einer Nabenschaltung á la Alfine 11 überreden! Mindestens ein mir persönlich bekannter berliner Forist hat damit schlechte Erfahrungen (wegen des oben angesprochene Problems du zu großen Minimalübersetzung). Halte dir bitte folgendes vor Augen: Was nützt dir ein Rad, mit dem du zu 95% aller Fahrten (die v.a. im Alltag stattfinden) gut klarkommst, was aber ausgerechnet beim Jahreshöhepunkt, der geplanten Radreise nämlich, versagt, weil die Übersetzung nicht klein genug ist und du dich an jedem steileren Hügel quälst oder schiebst? Das willst du nicht wirklich.
Falls du mit den Überstzungen ein wenig rumspielen willst, dann schau dir mal den Ritzelrechner an: http://ritzelrechner.de/#
Leider werden bei den meisten Trekkingrädern mit der Kombination 48-38-26 viel zu große Kettenblätter verbaut. Als einzig sinnvoll für ein bergtaugliches Reiserad ist meines Erachtens 44-34-22 o.ä.