Ich muß mich dem irg - in gewisser Weise - leider anschließen.
Kroatien, was das Gastfreundlichkeits-Ranking angeht. Kroatien ist für mich landschfatlich absolut fasziniert, abwechslungs- und kontrastreich, weshalb ich es auch schon zweimal beradelt habe. Auf meiner zweiten Tour (2002 und alleine) hab ich auch das Hinterland mitgenommen, und wurde - zu meiner Überraschung - v.a. in den untouristischen, bäuerlich-ländlichen Regionen mit enormer Unfreundlichkeit konfrontiert. In den klassisch-touristischen Regionen hätte ich das (aus eigener Erfahrung) ja noch verstehen können.
Wie das beim Radln eben so ist, habe ich ab und an ein Päuschen am Wegesrand eingelegt, auf Feldwegen, unter freistehenden Oliven- oder Feigenbäumen. Nicht selten bin ich dabei vom Bauern vertrieben worden, das Repertoire reicht von Aufforderung im Normalton bis hin zu wildem Gebrüll und unmißverständlichen Handbewegungen.
Die Sprachbarriere. Des Öfteren brachten mir die Kroaten großes Unverständnis entgegen. Unglaublich, ja fast eine Frechheit, daß es Leute gibt die kein Kroatisch sprechen. Für gewöhnlich werden ein paar Floskeln in der Landessprache ja doch honoriert, das Gegenüber sieht ein Bemühen, der Rest der Kommunikation erfolgt dan dann ohnedies hauptsächlich auf gestischer Basis. Die Kroatien haben's nicht kapiert oder wollten es nicht. 10 Mal derselbe komplizierte Satz, den ich beim 11. Mal auch noch nicht verstanden habe.
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Ist natürlich gut möglich, daß viele Gastarbeiter bei uns nicht die besten Erfahrungen gemacht haben ... ein möglicher Erklärungsansatz?
Dies sind lediglich meine ganz persönlichen Eindrücke von knapp zwei Wochen, trifft nur auf die paar Dutzend zu mit denen ich es auf meiner Tour zu tun hatte, und von denen auch nur etwa 85 Prozent. Also, liebe Kraoten - bitte nicht auf den Schlips getreten fühlen, Ich bin sicher, daß in Kroatien auch jede Menge Freundlichkeit wohnt. Irgendwo.