Es ist ein Problem der Kosten-Nutzen-Rechnung. Ein Rad nimmt den Platz von zwei Passagieren ein - mag ja wurscht sein bei den zwei Zügen mittags, die halb leer aber natürlich mit voller Länge fahren. Viele Züge aber sind schon maximal lang und grammelt voll. Und da Plätze opfern für praktisch nix zahlende Räder?
Etwas Gepäck haben ja auch andere Passagiere und für große Koffer muß ja auch nichts extra gezahlt werden. Außerdem könnte die Radmitnahme auch neue Kunden anlocken, denn für viele ist es sicher ein großes Plus im Zielort schnell mobil zu sein.
Die Bahn ist ein in Konkurrenz stehender Verkehrsbetrieb. Den Grundversorgungsanteil im Sinne der Radmitnahme erfüllen ja die Nahverkehrszüge. Die teuren, schnellen und exklusiven Fernzüge gehören da aber nicht zu, die müssen "normal" Geld verdienen. Würdet ihr auch - noch nicht mal kostendeckende - 50, 60 Euro

für den ICE durchs ganze Bundesgebiet zahlen?
Man könnte auch argumentieren, dass die Radmitnahme ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz ist. Und die Radmitnahme muß ja nicht völlig kostenlos sein.
Das Radl nimmt aber auch zwei bis drei Plätze weg, und die Gondeln waren immer schön voll (sch.. Wartezeiten) - nur um den unpassenden Gegenargumenten von wegen "sind ja viel leichter" gleich mal gegenzusteuern.
Ich bin der Meinung, dass die Räder im Zug nicht so viel Platz wegnehmen müssen. Wenn man die Räder im Fahrradabteil eines RE gescheit stellt, benötigen 4 Räder 4 Sitzplätze.
Deine Argumente sind damit natürlich nicht komplett entkräftet, aber doch etwas relativiert (denke ich).
Ansonsten find ich, wäre ein eigener Wagon oder ähnliches für Räder von Vorteil. Sie sind ja relativ anspruchslos - wenig Volumen, wenig Gewicht, brauchen keine Heizung, keine Klimaanlage, vielleicht nicht mal ein Dach.