Ich bin bei stark befahrenen Straßen für Radwege, innerörtlich sollten das Radstreifen sein. Sonst hat man im Stau und an Ampeln kaum eine Chance vorwärts zu kommen. Bei Radstreifen ist auch die Hemmschwelle zum Befahren in der Gegenrichtung größer. Außerörtlich sollten zumindest an stark befahrenen Straßen abgesetzte Radwege sein, wenn keine andere akzeptable Möglichkeit für Radfahrer besteht. Das hat man aber im Osten auch bei der Neugestaltung von Bundesstraßen oft vergessen. Zum Beispiel die B80 aus Halle heraus bis zum nächsten (ca 5km entfernten) Dorf. In der Stadt ist die für Radfahrer gesperrt, obwohl kaum mehr Verkehr als außerhalb. Zwei Spuren in jeder Fahrtrichtung, schön gerade, Leitplanken links und rechts und mittig, aber nicht mal ein Randstreifen. Ziemlich die Hölle zum Radfahren. In Kürze auch noch Autobahnzubringer. Alternativen sind nicht vorhanden, wenn man von unpassierbaren Feldwegen absieht. Ab dem nächsten Dorf könnte man auf der "alten B80" wunderbar fahren, da dort nur Ortsverbindungsverkehr läuft, aber dahin müsste man erst mal kommen. Kaum einer der auf den Dörfern Wohnenden wird sich trauen, mit dem Fahrrad nach Halle zu fahren, was den PKW-Verkehr noch mehr erhöht.
Gruß Jutta