wer redet eigentlich (nicht nur) jungen Eltern ständig diesen Quatsch ein, es ginge nur um die Bedürfnisse des Kindes???
Nur natürlich nicht, aber ich finde es schon zunehmend erschreckend, dass es immer mehr üblich wird, Kinder bereits komplett zu verplanen (und zwar möglichst so, dass sich das Leben der Eltern nicht ändert) noch ehe sie überhaupt geboren sind. Und da ist es erstmal zweitrangig, ob dieses verplanen in einer sechsmonatigen Radreise im Alter von sechs Monaten oder im bereits vor der Geburt exakt terminierten und auf die Minute ausgeklügelten Fremdbetreuungskonzept bis mindestens zum Schuleintritt besteht. Mir ist auch klar, dass man Pläne und Konzepte braucht, aber kann denn das Kind nicht wenigstens die Chance bekommen erst mal geboren zu werden, eine Kennenlern- und Beschnupperphase durchzulaufen und kann dann nicht immer noch entschieden werden, welche Pläne mit genau diesem Kind bzw. genauer gesagt dieser Familie verwirklichbar sind? Es wird sich eine ganze Menge verändern und die paar Mehrkilos, die der Freundin immerhin großzügig zugestanden werden könnten sich als das deutlich am wenigsten relevante davon herausstellen.
Denn es nützt mit Verlaub gar nichts, wenn jetzt Dutzende Eltern erzählen, dass die Weltreise oder oder Kinderkrippe mit wenigen Wochen oder wasauchimmer für sie keinerlei Problem darstellte, wenn das beim eigenen Kind aus welchen Gründen auch immer ganz anders ist.
Martina