Hallo, vielen Dank für eure netten Antworten und Empfehlungen, das hilft uns schon sehr weiter schmunzel

1000 € zu teuer für ein solides Reiserad? Sicher nicht. Ich wäre auch bereit das Geld dafür auszugeben, ich weiß, dass es in dem Preissegment erst richtig beginnt. Aber gemessen daran, dass ich mit meinem Rennrad evtl. 'nur' in eine andere Übersetzung, Bereifung und Bremsen investieren müsste, sind 1000 € recht viel. Skandinavien ist, wie schon erwähnt wurde, teuer und bevor es losgeht drehen wir jeden cent 2-3 mal um zwinker. Also wenn ich mein Rennrad nehmen könnte, dann würde ich eine Menge sparen. Ich habe nur bis jetzt überhaupt keine Erfahrung mit Anhängern, Fahrverhalten etc.. Der 'Chariot Cougar 2' solls im Herbst werden, bei einem Mitfahrer wäre so noch Platz für ein wenig Gepäck.

Auf unseren letzten Touren betrug mein Systemgewicht 95 kg, bestehend aus Rad 10 kg, 70 kg Körpergewicht, 10 kg Rucksack, 5 kg Sattelstützengepäckträger. Ich habe robuste Laufräder die für 110 kg ausgelegt sind. Ich bin 1, 71 cm groß mit einer Schrittlänge von 75 cm, also ein kleiner Sitzriese, die Geometrie des Cicli B bei RH 52 cm gefällt mir sehr gut.
Das meiner Freundin 71 kg, Rad 8 kg, Körpergewicht 55 kg, Rucksack 8 kg.
Wir versuchen immer nur das absolut nötigste mitzunehmen und achten bei der Ausrüstung auf geringstes Packmaß und Gewicht, bis jetzt kamen wir damit sehr gut zurecht. Das ist auch unseren Rädern geschuldet, da wir nur mit Rennrad unterwegs sind.
Alles was nächstes Jahr dazu kommen wird ist fürs Baby, ein paar mehr Kilos auf den Hüften meiner Freundin grins und ein größeres Zelt, außerdem wollen wir Angelausrüstung mitnehmen, so können wir wenn möglich selber für unser Abendessen sorgen.
Wir lieben es unter freiem Himmel, oder auch abseits der Hotels und Herbergen im Zelt zu schlafen. Bis jetzt immer wild, in Italien, Schweiz, Österreich und Frankreich ging das ohne Probleme, die Menschen dort waren eher immer freudig überrascht und sehr freundlich.
Mit dem 'Mini' werden wir öfter auf Campingplätze, Herbergen oder auch WarmShowers-Angebote ausweichen.

An meinem Rennrad sind normale Rennradbremsen, die Bremsen sehr gut, aber mit dem mehr an Gewicht und evtl. noch einem Gepäckträger mit Taschen, da mache ich mir doch etwas Sorgen. Aber das muss ich dann auch erstmal erproben, sobald der Anhänger da ist. Ich glaube der Cougar hat noch zusätzliche Bremsen.
Mit Liegerädern kenne ich mich überhaupt nicht aus, bin auch noch nie eines gefahren (probieren würde ich es sehr gerne mal, sieht so bequem aus), ich denke es wird auch zu teuer und ich habe zu wenig Erfahrung damit.
Trotz Rennrad sind wir nicht verwöhnt was Wege angeht, auch wenn es holprig ist und jeder Schlag zu spüren ist, fahren wir oft auf steinigen Wegen, Waldwegen, Sand-/Schotterpisten, da mussten unsere Räder schon einiges mitmachen. Wir sind immer wieder erstaunt darüber was die so mitmachen. Natürlich sind besonders der dünnen Bereifung auch schnell mal Grenzen gesetzt und es muss geschoben werden.

Die Idee mit dem zusätzlichen Anhänger für meine Freundin finde ich sehr gut, danke für den Tip. Jetzt muss ich mal überlegen, ob es sich lohnt so viel Geld dafür zu investieren.

Naja, es sind noch viele Fragen offen, aber wir stehen auch erst am Anfang der Planung, wichtig wird sein, dass es unserem 'Mini' gefällt und wir die Länder erleben können. Wir können uns Zeit nehmen und müssen nicht auf die Tageskilometer achten, wenn wir nicht am Nordkap ankommen sollten ist das auch nicht so tragisch, wie schon so oft bemüht: 'Der Weg ist das Ziel' zwinker