Singlespeed war während meiner Kinder-/Jugendzeit in den 50-/60-Jahren die Normalität. Wie habe ich mich gefreut als ich das erste gebrauchte Rad mit einer nicht ganz intakten Torpedo-Dreigang ergattern konnte. Heute schätze ich den Komfort einer modernen Ketten- oder Nabenschaltung, insbesondere weil ich damit gelenkschonend lange und auch hügelige Strecken bewältigen kann. Dennoch glaube ich, dass Singlespeed-Fahren seinen Reiz hat: ein Rad ohne viel Technik, leicht, unkompliziert und auf das wesentliche reduziert. Wäre ich so 30 bis 40 Jahre jünger, würde ich bestimmt auch mit einem Singlespeed rum experimentieren - es hat schon was. Also: Jedes Ding hat zwei Seiten.