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#647207 - 08/19/10 04:46 AM Rennlenkerumbau
Sickgirl
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Nachdem ich inzwischen am liebsten Rennrad fahre, habe ich beschloßen auch mein Reiserad auf einen Rennlenker um zu bauen. Nur mit Bremse und Schalthebel bin ich noch etwas unentschlossen, gibt ja zwei Möglichkeiten:

1. 3/9 fach STIs besorgen und die V-Brake mit Umlenkrolle fahren

2. Diesen Bremshebel für V-Brake und Lenkerendschalthebel.

Variante 2 wäre natürlich am kostengünstigsten. Kennt jemand den Bremshebel? Hat man damit (ich habe eine Avid SD7) genau so einen Druckpunkt wie mit den Avid Hebeln? Und ist das nicht nervig zum schalten immer umzugreifen oder gewöhnt man sich daran?

Wie bremst sich es denn mit der Umlenkrolle und den STis?

Wie gesagt bin ich da noch unschlüsslig, will aber auf jedenfall einen Rennlenker und würde mich über eurer Feedback freuen.

Gruß
Ulrike

PS:mein Rahmen ist nicht disc kompatibel

Edited by Sickgirl (08/19/10 04:47 AM)
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#647224 - 08/19/10 06:42 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: Sickgirl]
frando
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Hallo,

Vergiss die Variante 1.

Den Cane Creek Bremshebel fahre ich nicht, habe ihn aber im Neuzustand bei mir liegen. Er ist für ein neues Reiserad vorgesehen.

Seit 20 Jahren fahre ich Rennlenker mit Dura Ace Bremshebeln, früher mit Cantilever Bremsen, jetzt mit einer Kore Cross Bremse. Das funktioniert perfekt. Die V-Brakes, egal welcher Marke, finde ich unschön.

Die Schaltung bediene ich mit Lenkerendschaltern von Campagnolo und zwar deshalb, weil auf diese Art zu schalten, die denkbar einfachste und deshalb robusteste ist. Gleiches gilt natürlich auch für Shim.LE Schalter. (Vor 50 Jahren habe ich mir ein gebrauchtes Cinelli Rennrad gekauft, das mit Campa Schaltung und Lenkerendhebeln ausgestattet war)

Man muss zum Schalten natürlich umgreifen, der Schaltvorgang dauert deshalb natürlich länger, aber daran gewöhnt man sich sehr schnell. Entscheidend ist, was einem wichtiger ist: Einfache, robuste und deshalb bewährte Technik an einem Reiserad, oder die jeweils neueste Technik am Rad, um am Ende einer Reise, im besten Fall, irgendwo ein paar Sekunden gewonnen zu haben. erstaunt

Gruß Franz






Edited by frando (08/19/10 06:50 AM)
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#647227 - 08/19/10 06:54 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: frando]
thomas-b
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Was unterscheidet den die "Kore Cross Bremse" von Cantilever oder V-Bremsen?
Hast Du mal einen Link?

Ich schalte übrigens mit Ergopower, da hat man eine Zugentspannung mit dabei, das ist ein großer Vorteil, wenn das Rad mal raus soll oder so, Weil man kann dann die Bremse ohne Fummelei aushängen.

Gruß
Thomas
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#647231 - 08/19/10 06:59 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: thomas-b]
BochumBiker
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Ich fahre diese Hier klick Bin mit dennen sehr zu frieden. Habe erst damit Deore Vbrakes gesteuert nun Campa Mini Vbrakes.
Bedenke aber bitte das du bei dem Umbau den Vorbau verkürzen musst, jenachdem wie Lang dein Oberrohr ist !?!?!

Edited by BochumBiker (08/19/10 07:00 AM)
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#647232 - 08/19/10 07:02 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: ]
thomas-b
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Aber Tim,

die sind doch eher für die Shimano-Bremsen (lang, ~110mm?) gemacht als für die 85mm langen Campas.

Gruß
Thomas
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#647233 - 08/19/10 07:02 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: Sickgirl]
mgabri
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In Antwort auf: Sickgirl

Wie bremst sich es denn mit der Umlenkrolle und den STis?
Wenn du bei der Montage penibel vorgehst ganz gut. 1mm Stauchung an der Zughülle machen 2mm nach dem "Traveladapter".
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#647234 - 08/19/10 07:02 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: frando]
Martina
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In Antwort auf: frando
Vergiss die Variante 1.


Nur um dich noch ein bisschen zu verwirren und zu demonstrieren, dass es zu jeder Meinung auch die gegenteilige gibt: ich würde auf STI nicht verzichten wollen. Und wir kriegen sogar ein Tandem mit V-Brake und Umlenkrolle gebremst.

Martina
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#647235 - 08/19/10 07:03 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: Sickgirl]
NobbyNobbs
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Hi,

es gibt ja noch eine dritte Möglichkeit: 3/9 fach STI s und Mini-V-Brake.
Bremsen genau so gut wie V-Brakes, lassen aber wenig Platz für (breite) Schutzbleche.

Zu Vorschlag 1:
Umlenkrolle habe ich mal probiert (LX-V-Brakes und Umlenkrolle von Rose und Campagnolo Veloce Schaltbremshebel), war aber mit dem Ergebnis mehr als unzufrieden. Der Druckpunkt war schlecht und vorallem ist mir mal das Seil von der Rolle gesprungen (_> null Bremswirkung).
Mag sein, dass es mit Shimano-STIs besser geht. Gibt ja einige die damit glücklich sind. Ich jedenfalls werde es nicht nochmal probieren

Zu Vorschlag zwei:
Fahre an meinem Surly LHT diese hier in Verbindung mit LX-V-Brakes und bin recht zufrieden. Guter Druckpunkt, gute Bremsleistung.
An die Lenkerendschalthebel habe ich mich auch gut gewöhnt. Anfangs ist es ein bißchen ungewohnt. Das umgreifen ist aber schnell kein Problem mehr. Der Weg den die Hand zurücklegen muss ist ja nicht so lang. Vorallem das ungerasterte Schalten des Umwerfers empfinde ich als großen Vorteil.

Gruß, Nobby
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#647244 - 08/19/10 07:28 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: ]
Sickgirl
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Kürzeren Vorbau habe ich schon mitbestellt, auch wegen dem Unterschiedlichen Klemmaß am Lenker.

Cantilever will ich nicht, dann geht das Gebastel mit dem Zuggegenhalter los.

Mini V-Brakes wären mal eine Überlegegung, da müßte ich mal messen, könnte aber knapp werden mit den Schutzblechen. Wenn ich es richtig sehe sind die Tektros 85 mm hoch?
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#647268 - 08/19/10 08:23 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: Sickgirl]
thomas-b
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In Antwort auf: Sickgirl
...
Mini V-Brakes wären mal eine Überlegegung, da müßte ich mal messen, könnte aber knapp werden mit den Schutzblechen. Wenn ich es richtig sehe sind die Tektros 85 mm hoch?
Von Tekro gibt es verschiedene Modelle auch welche mit 85mm Länge heißen RX5 oder so. Du solltest aber bedenken, das die Blechlasche in die der Zug (das Röhrchen) eingehängt wird mit dem Schutzblech kollidieren kann. Deshalb sollte man von einem vertikalem Abstand von 80mm zwischen Mitte Cantisockel und und Schutzblechoberseite ausgehen.

Gruß
Thomas
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#647281 - 08/19/10 08:56 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: ]
gerold
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In Antwort auf: NobbyNobbs
es gibt ja noch eine dritte Möglichkeit: 3/9 fach STI s und Mini-V-Brake.
Bremsen genau so gut wie V-Brakes, lassen aber wenig Platz für (breite) Schutzbleche.


Exakt diese Kombination fahre ich seit langem (ohne Umlenkrolle) und kann sie empfehlen - das einzige worauf man achten muss ist eine Pipe mit Einstellschraube (damit die Beläge nahe genug zur Felge kommen bzw. man den Bremszug aushängen kann). Sollte übrigens auch mit 10-fach STI`s funktionieren.

Irgendwie geistert da immer die angebliche Defektanfälligkeit der STI´s durchs forum - bis auf den einen Kollegen mit dem neuen DA-STI, der bei der Jungfernfahrt kaputt gegangen ist, habe ich noch nie von einem Problem auf einer Radreise gehört bzw. selbst eines erlebt (und ich fuhr bzw. fahre auf versch. Rädern alle Generationen von den ersten 8-fach Hebeln bis zu 10-fach, 105er, Ultegra und Dura-Ace).

"Neueste Technik" sind die Hebel nicht gerade - ich glaube die ersten DA-STI´s gabs so um 1990 herum...

Gute Fahrt wünscht Gerold
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#647282 - 08/19/10 08:57 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: ]
Sattelnase
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In Antwort auf: NobbyNobbs
Hi,
es gibt ja noch eine dritte Möglichkeit: 3/9 fach STI s und Mini-V-Brake.

Ist auch mein Favorit. Aber drauf achten, Mini-Vs mit 85mm Schenkellänge zu nehmen; bei den ganz kurzen (80mm) aus dem Cross Bereich ist zu wenig Platz für Schutzbleche.

Für Lenkerendschalter spricht das eine oder andere rationale Argument, ich mag sie aber einfach nicht, ist in meinen Augen eine grottenhässliche Bastellösung. Da würde ich eher Paul Thumbies am Lenker oder Vorbau oder sogar Rahmenschalthebel vorziehen.
Ich habe im linken Lenkerende einen kleinen Rückspiegel montiert, da stoße ich mit dem Knie beim Anfahren und Rangieren schon dauernd an. Wenn das ein Schalthebel wäre - grusel bäh
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#647371 - 08/19/10 11:58 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: thomas-b]
frando
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http://www.chainreactioncycles.com/Models.aspx?ModelID=24952

Hallo, anbei der gewünschte Link.

Gruß Franz
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#647486 - 08/19/10 06:26 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: Sickgirl]
legorado
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Hallo Ulrike,

ich mache gerade den entgegengesetzten Schritt, vom Rennlenker am Reiserad auf einen "Normalen". Ich bin nun ein paar tausend km mit den Cane Creek Drop V gefahren, auch an Avid SD7, bremste sich super!

Falls du dich für diese Variante entscheidest und silberne gebrauchte Hebel verwenden wolltest, einfach melden, Fotos sind kein Problem.

Viele Grüße Sebastian
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#647565 - 08/20/10 06:48 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: Sattelnase]
Sickgirl
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Noch eine Frage hätte ich: Wie habe ihr das mit dem Umwerfer bei der STI Variante gelöst?

Ich habe einen alten LX mit Top pull Anlenkung. Im Tourforum habe ich mal was gelesen, das man den Zug anders rum klemmen soll.
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#647571 - 08/20/10 07:09 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: gerold]
Karl Drais
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In Antwort auf: gerold

"Neueste Technik" sind die Hebel nicht gerade - ich glaube die ersten DA-STI´s gabs so um 1990 herum...


1990 hatte sich der rechte Hebel schon durchgesetzt lach
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#647574 - 08/20/10 07:12 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: Sickgirl]
DebrisFlow
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Die STIs haben nen anderen Einholweg für den Umwerfer. Manche bekommens hin indem sie den Zug beim MTB-Umwerfer an der anderen Seite klemmen, ist aber ne Glückssache. Andere (ich schmunzel ) holen sich nen 3-fach-Rennradumwerfer mit Schelle. Da es die aber nur als Down-Pull-Variante gibt braucht man noch ne Umlenkrolle oder Konverter.
Viele Grüße,
Andy
Meine Touren im Radreise-Wiki
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#647579 - 08/20/10 07:23 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: DebrisFlow]
Sickgirl
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So eine Umlenkrolle habe ich mir auch schon überlegt, habe ich auch schon die Idee mir sowas zu drehen. Schrecke aber noch ein bißchen davor zurück ein Loch für die Nietmutter in den Rahmen zu bohren.

Wie sieht den so ein Konverter aus?
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#647587 - 08/20/10 07:42 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: Sickgirl]
Gran Turismo
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Umlenkrollen gibt es zum Anschrauben an das Sattelrohr, guck' mal bei CNC auf die Seite, da gibt es ein sehr solides Modell:

http://cnc-bike.de/product_info.php?products_id=3380&osCsid=937a354f0b3967a2afb8730441a73e92

Das funktioniert einwandfrei. Es besteht also keine Notwendigkeit, das Sattelrohr anzubohren.

Von sogenannten Top-Pull-Convertern, mit deren Hilfe man Rennumwerfer von oben ansteuern können soll (gibt es z.B. von Procraft) laß lieber die Finger. Die funktionieren in der Praxis nur mangelhaft. Problem ist hier, dass Du bei den Teilen eine so starke Zugspannung benötigst, dass Du Dir leicht die Mechanik des STI-Hebels zerstören kannst. Ist mir vor zwei Jahren passiert.

Gruß

Jörn

Edited by Gran Turismo (08/20/10 07:52 AM)
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#647594 - 08/20/10 08:20 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: Gran Turismo]
DebrisFlow
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Völlige Zustimmung. Habe auch die Rolle von CNC, die arbeitet einwandfrei. Der Konverter von Speen hatte auch nicht so recht funktioniert. Die hohe benötigte Zugspannung hatte mir die Alu-Abstützung am Umwerfer abgedrückt und das Ding unbrauchbar gemacht.
Viele Grüße,
Andy
Meine Touren im Radreise-Wiki
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#647598 - 08/20/10 08:37 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: Sickgirl]
IngmarE
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In Antwort auf: Sickgirl
Wenn ich es richtig sehe sind die Tektros 85 mm hoch?
Gibt auch noch welche die zwischen den Mini-V-Brakes und normalen liegen, sozusagen Midi-V-Brakes. 95mm-Schenkellänge, bei Tektro in der BMX-Abteilung eingegliedert. MX5 könnten die heissen, bin mir meines Gedächtnis nicht 100%ig sicher. In de.rec.fahrrad schrieb mal jemand dass die mit Rennhebeln noch vernünftig bedienbar sind.

Die Tektro-85mm-V-Brakes fahre ich an der Speedmachine, allerdings wird es, wenn das Gepäck an die 15kg rankommt, sehr anstrengend noch das HR zu lupfen. Ausserdem hab ich bei der 406er-Felge auch das Erwärmungsproblem verstärkt, deswegen montier ich mir auf Reisen zusätzlich ne BB7-Scheibe. Die BB7 gibts auch als Road-Variante für Renn- und Cantileverhebel.
Scheibenbremsen haben natürlich auch einige Nachteile (exemplarisch: Geräuschentwicklung), weswegen ich sie für den Rest des Jahres wieder demontiere.

Edited by IngmarE (08/20/10 08:38 AM)
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#647896 - 08/21/10 05:12 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: Sickgirl]
Sickgirl
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So jetzt ist es durch:ich habe gerade im Tourforum zugeschlagen und einen Satz Ultegra 3/9 fach Stis mit dazu passenden Umwerfer erworben.

Bremse denke werde ich es mal mit der Mini-V-Brake probieren, muß zwar ein bißchen basteln (das Schutzblech ein bißchen tiefer legen). Die Lösung ist mir jetzt aber sympathischer wie die Adapterlösung.
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#648768 - 08/25/10 01:42 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: gerold]
Jim Knopf
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Hallo Gerold,

In Antwort auf: gerold
Irgendwie geistert da immer die angebliche Defektanfälligkeit der STI´s durchs forum - bis auf den einen Kollegen mit dem neuen DA-STI, der bei der Jungfernfahrt kaputt gegangen ist, habe ich noch nie von einem Problem auf einer Radreise gehört bzw. selbst eines erlebt (und ich fuhr bzw. fahre auf versch. Rädern alle Generationen von den ersten 8-fach Hebeln bis zu 10-fach, 105er, Ultegra und Dura-Ace).


die Defektanfälligkeit geistert nicht nur rum, sondern ist real existent. Dem Metzger ist auf seiner Tour durch die Ukraine, ebenso wie mir, der Schalthebel für den Umwerfer verreckt. Zudem hatte ich im vergangenen Jahr in Bielefeld Ärger mit meinem Schalthebel für hinten. Da ist mit der Zug gerissen und der Nippel mit dem Rest hat sich im Hebel verklemmt. Ohne Werkstatt war der Rest nicht rauszubekommen.
Wieviel soll da noch passieren? An mein Reiserad kommen nur noch Lenkerendschalter. Das ist robuste und einfache Technik.
Auf der gerade beendeten Tour durch Norwegen war ich genau über diese Schalthebel froh. Da der Umwerfer dort nicht indexiert geschaltet wird konnte ich mir bei meinem Tretlagerdefekt behelfen, indem ich so geschaltet habe, dass die Kette bei Benutzung der großen Ritzel hinten eben nicht auf das kleine Blatt gefallen ist. Das wäre mit Bremsschalthebeln in dieser Art nicht gegangen.
Gruß,

Jürgen
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#648793 - 08/25/10 08:06 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: Jim Knopf]
gerold
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Interessant - welcher STI war das ? und was verstehst du unter "verreckt" ?

Ich fahre mit meinen div. STI bestückten (Reise)RR ca. 18000 km/Jahr (der Rest MTB).

Erinnerliche Probleme mit STI`s : mit den alten Ultegra 8-fach gar keine, mit 105er 9-fach nach relativ kurzer Laufleistung griff der kleine Hebel nicht mehr - wurde mit Brunox-Dusche behoben), auf einem schon sehr ausgelutschten Ultegra 9-fach Hebel (die klapprigen der 1. Generation) hat sich einmal eine Kreutzschlitzschraube gelockert und damit den kleinen Hebel blockiert (wurde durch Reinschrauben beseitigt), beim Ultegra 10-fach Hebel ist mir der Zug nach ca. 3000 km Laufleistung im linken STI gerissen (hab ich aber problemlos mit einer Spitzzange rausbekommen). Und bei einem DA 9-fach STI ist ein Stück der Bremszugaufnahme innen im Hebel (der bewegliche Teil, der den birmenförmigen Abschluß des Zuges hält) ausgebrochen, Zugmontage bzw. -austausch ist aber nach wie vor möglich.

Bei meinen Jahreskilometern keine so schlechte Bilanz. "Verreckt" - im Sinne von Schalten gar nicht mehr möglich - ist mir noch kein Hebel, bei Neukauf/Umrüstung der Hebel hab ich die alten meist verschenkt, wahrscheinlich tun sie auf irgendwelchen Winterrädern noch immer ihren Dienst.

Mich interessiert aber trotzdem brennend, welchen Defekt ihr gehabt habt (das Problem mit den reissenden Schaltzügen in den 10-fach STI`s ist in den div. foren schon bekannt, ich wechsle auf den Rädern mit 10-fach STI`s daher die Züge jetzt immer schon nach 2500 km).

Gruß Gerold
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#648844 - 08/25/10 12:04 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: Jim Knopf]
Abraxas
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In Antwort auf: Jim Knopf

Wieviel soll da noch passieren? An mein Reiserad kommen nur noch Lenkerendschalter. Das ist robuste und einfache Technik.


So dachte ich bislang auch, allerdings hat es mir bei meinem 9f DA Lenkerendschalter nach 2600km ohne Vorbelastung durch Sturz o.ä. die komplette Mechanik zerbröselt (Rastring gebrochen, hat sich durch Gehäuse gebohrt und verklemmt. Umschaltung auf Friktion war auch nicht mehr möglich... Der Hebel ist derzeit bei Paul Lange, mal sehen, was die sagen.
VG
Johannes

Edited by Abraxas (08/25/10 12:04 PM)
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#648869 - 08/25/10 02:16 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: gerold]
Sattelnase
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In Antwort auf: gerold

Mich interessiert aber trotzdem brennend, welchen Defekt ihr gehabt habt


Die von dir genannte Kreuzschlitzschraube an der Ultegra 9f kenne ich auch; habe ich mal verloren, weil ich mich nicht rechtzeitig ums Wiederreindrehen gekümmert habe. Ansonsten sind bei mir noch keine Defekte an STI aufgetreten, inklusive der billigen Sora 9f (ganz putzige Teile, mit Ganganzeige und Daumenhebel wie bei Campagnolo).
Gegen Sturzschäden dürften Lenkerendschalter aber vermutlich besser geschützt sein, als STI.
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#648881 - 08/25/10 03:27 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: Sattelnase]
mgabri
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In Antwort auf: Sattelnase

Gegen Sturzschäden dürften Lenkerendschalter aber vermutlich besser geschützt sein, als STI.
Och, eigentlich sind beide Varianten Sturzgefährdet. Rahmenschalter dürften da definitiv die Nase vorne haben.
Mir ist mal ein (geliehener) Ultegra-STI kaputt gegangen. Führte dazu daß ich mich etwas mit dem Innenleben beschäftigt hatte. Man kann wenn man will die Dinger reparieren. Aber eigentlich will man nicht zwinker
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#648962 - 08/25/10 10:22 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: Jim Knopf]
IngmarE
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Meine Bilanz: mehrere STIs hatte ich im Upright-Zeiten in Betrieb, die meisten mit Laufleistungen >>20Mm, RSX, und zwei Garnituren 105er. Keine Defekte. Irgendwann wollte der RSX nicht mehr schalten, da hat WD40 problemlos geholfen.

Dura-Ace-Lenkerendschalthebel 9f. Defekt nach 5Mm, Rastring gebrochen, vermutlich weil ich die Schraube nicht mit nem Drehmomentenschlüssel anzog. Das soll häufiger vorkommen. Ich hab das aber erst nicht gemerkt, weil ich mittlerweile eh ungerastert fahre (tausche öfters mal meine Laufräder). Achso, ich fahre ihn ungerastert weiter. Im gerasterten Zustand fehlen 3 Schaltstufen.

Edited by IngmarE (08/25/10 10:23 PM)
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#648968 - 08/25/10 10:52 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: ]
IngmarE
Unregistered
Die RSX-STIs haben im übrigen mehrere dutzend Stürze problemlos überstanden. Man montiert Hebel am Lenker ja so, dass sie sich noch verdrehen können bei starker Krafteinwirkung.

OT: Sagt mal, wieviel Edit-Zeit hab ich hier? 12min? Ist das anstrengend, jetzt weiß ich auch warum ich soviele Beiträge hier aufm Zähler hab. lach
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#648969 - 08/25/10 10:54 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: gerold]
Jim Knopf
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Hallo Gerold,

sowohl bei mir, als auch beim Metzger hat es sich um Dura Ace Schalthebel gehandelt und zwar jeweils 10-fach. Die Dekekte waren ebenfalls gleich. Bei Betätigung des Schaltmechanismus hat sich an der Seilscheibe nix mehr gerührt, es wurde also der Schaltzug weder eingeholt, noch nachgelassen. Mit solch einem Defekt sind dann im Urlaub die Messen gelesen.
Deshalb kommen für mich nur noch Lenkerendschalter für das Reiserad infrage.
Gruß,

Jürgen
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#648970 - 08/25/10 10:57 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: Jim Knopf]
IngmarE
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Und eine Spülung mit Kriechöl wurde probiert? Klingt für mich nach dem typischen Problem "verharztes Fett". Haargenau das Gleiche hat der RSX auch gemacht. Habt ihr die Hebel noch? Könntet ihr die einfach mal mit Brunox oder WD40 durchspülen und nochmal probieren?
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#648972 - 08/25/10 11:48 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: Jim Knopf]
slowbeat
Unregistered
tststs, du tust ja grad so als gäb es keine alternativen zu lenkerendschaltern für krummlenkerfahrer.

ich bin grad wieder zuhause eingetrudelt, war ne nette tour - immer noch ohne lenkerendschalter und trotzdem mit krummlenker zwinker
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#648973 - 08/25/10 11:57 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: ]
IngmarE
Unregistered
Ungerasterter Hebel für den Umwerfer ist schon ein Komfortgewinn, wenn man spezielle Kombinationen fährt, z.B. bei 24/42/52 geht der Sprung 24-42 mit STIs nur einigermaßen flüssig, wenn man die Schaltung extrem penibel einstellt.

Im Sinne der Reisetauglichkeit würde ich also zum Lenkerendschalthebel für den Umwerfer und zum STI fürs Schaltwerk raten. Wenn der STI ausfällt, kann man den Hebel für den Umwerfer als ungerasterten Schalthebel für das Schaltwerk nutzen, und die Kettenblätter per Hand oder Fuß umlegen.
STI für das Schaltwerk find ich nen Sicherheitsgewinn. Gleichzeitig schalten und bremsen zu können, hat mir mMn oft schon geholfen.
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#648974 - 08/25/10 11:57 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: Sickgirl]
slowbeat
Unregistered
In Antwort auf: Sickgirl

2. Diesen Bremshebel für V-Brake und Lenkerendschalthebel.

Variante 2 wäre natürlich am kostengünstigsten. Kennt jemand den Bremshebel? Hat man damit (ich habe eine Avid SD7) genau so einen Druckpunkt wie mit den Avid Hebeln? Und ist das nicht nervig zum schalten immer umzugreifen oder gewöhnt man sich daran?

ich fahre diese hebel seit dem frühjahr und hab in verbindung mit nokon eine bremse die kaum besser sein könnte. schalten tu ich mit lenkerendschaltern an kelly take off. damit ist der schalthebel an der innenseite vom bremshebel und gut erreichbar.

das weite umgreifen was man bei lenkerendschaltern hat entfällt, man muß nur je nach dem wie der schalthebel steht die hand ein wenig bewegen und schon sitzt der näxte gang.

ich fahr so lieber ungerastert weil die raststufen doch etwas kraft erfordern, ungerastert schalte ich irgendwie schneller und muß nichtmal die schaltung einstellen. faulheit siegt zwinker
nebenbei hab ich nen vorteil gegenüber den sti: ich kann zur not mit ner radumdrehung und nem einfachen hebelschwenk die kette quer über die kassette würgen wenn es mal sein muß (anfahren an der ampel wenn ichs verpennt hab).
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Off-topic #648975 - 08/26/10 12:00 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: ]
slowbeat
Unregistered
In Antwort auf: IngmarE
Gleichzeitig schalten und bremsen zu können, hat mir mMn oft schon geholfen.
ach, ich brems halt vorn mit der linken hand und schalte gleichzeitig mit rechts runter. is gar nicht schwer, auch ohne sti.

nur wenn ichs eilig hab mach ich sowas, ansonsten ist nach dem bremsen auch immer zeit zum runterschalten.
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Off-topic #648977 - 08/26/10 12:17 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: ]
IngmarE
Unregistered
VR-Bremse ist die wichtige, die kommt natürlich immer auf die Haupthand.

An der Liege habe ich das Problem eh nicht mehr. Da sind die Lenkerendschalthebel super mit dem Handballen bedienbar, und gleichzeitig Bremsen möglich. Das verleitet zum Langzeit-Einhändigfahren. So wird die linke Hand komplett frei für Nahrungsaufnahme und Unterhaltungsprogramm.

Edited by IngmarE (08/26/10 12:18 AM)
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Off-topic #648979 - 08/26/10 12:40 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: ]
slowbeat
Unregistered
wenn du es nicht schaffst mit der "nichthaupthand" die fuhre mit der vorderbremse zum stehen zu bringen hast du ne unterdimensionierte bremse.

mir reicht ein finger am linken hebel und das ist gut so.

die vorderbremse gehört dort hin wo man nicht häufig schaltet.

niemand (in rechtsfahrerländern) würde am auto den blinkerhebel rechts anbauen. das wär total unpraktisch - eben wie bremse vorn und schaltung hinten auf rechts.
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Off-topic #648981 - 08/26/10 01:35 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: ]
IngmarE
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Es geht nicht um Kraft, sondern um das Geschick so stark zu bremsen, dass das HR gerade hochkommt, aber nicht so stark, dass ich übern Lenker fliege. Bzw. den Reflex die Bremse zu lösen, wenn das HR zu schnell steigt. Ich hatte vor einiger Zeit nen Blechschadensunfall, wo mich das vor nem Flug über die Motorhaube gerettet hat, weils wirklich um wenige dezimeter Bremsweg ging.
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#649007 - 08/26/10 07:19 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: Jim Knopf]
gerold
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Hallo Gerold,

sowohl bei mir, als auch beim Metzger hat es sich um Dura Ace Schalthebel gehandelt und zwar jeweils 10-fach. Die Dekekte waren ebenfalls gleich. Bei Betätigung des Schaltmechanismus hat sich an der Seilscheibe nix mehr gerührt, es wurde also der Schaltzug weder eingeholt, noch nachgelassen. Mit solch einem Defekt sind dann im Urlaub die Messen gelesen.
Deshalb kommen für mich nur noch Lenkerendschalter für das Reiserad infrage.


Die Dura Ace 10/2-fach (die ich auch auf 2 RR seit Jahren problemlos in Verwendung habe) oder die (seltenen) 10/3-fach ? Letztere hab ich im Vorjahr beim Rose-Abverkauf zu einem Spottpreis erstanden und einstweilen auf Lager gelegt - hoffentlich zicken die dann (wenn sie eines Tages die Ultegra auf meinem Brevet-Rad ersetzen sollen) nicht herum...
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#649272 - 08/26/10 11:08 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: gerold]
Jim Knopf
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Hallo Gerold,

waren beides 3-fach Hebel für den Umwerfer. Hier kannst du die Hebel sehen.

@IngmaeE: Ich bin jetzt doch recht lange mit den Dura-Ace Bremsschalthebeln unterwegs gewesen. Gleichzeitig zu bremsen und zu schalten habe ich allerdings nie geschafft. Natürlich ist es von Vorteil, wenn man nicht umgreifen muss und die Hand immer an der Bremse hat. Für den Stadtverkehr und Fahrten in heimischen Gefilden kommt für mich nix anderes als Bremsschalthebel infrage. Für ein Reiserad, welches ungleich höheren Belastungen ausgesetzt wird und man oft mal etwas mehr in der Botanik unterwegs ist, gibt es zu den Lenkerendschaltern keine Alternative, außer Rahmenschalthebeln, welch für mich aber überhaupt nicht infrage kommen, da man dabei die Hand ganz vom Lenker nehmen muss und das erheblich unkomfortabler ist.
Gruß,

Jürgen
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#649275 - 08/26/10 11:15 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: Jim Knopf]
IngmarE
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Ich hab RR-Fahren als Jugend-Freizeisportart betrieben, auch auf nicht asphaltierten Strassen, teils im Tagebau, also da wo die Kumpels mit ihren MTBs hinfuhren. Auf Asphalt hab ich immer versucht die Kurvendurchgangsgeschwindigkeit zu steigern und bin natürlich entsprechend oft weggerutscht. Wärst du so oft wie ich hingeflogen mit RR, hättest du dutzende Male den STI wieder gerade gedreht, dann hätteste ja auch mein Vertrauen.
Was micht halt interessiert, wie eure Schalthebel auf WD40/Brunox-Dusche reagieren.
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#649309 - 08/27/10 07:26 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: Jim Knopf]
gerold
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In Antwort auf: Jim Knopf
Hallo Gerold,

waren beides 3-fach Hebel für den Umwerfer. Hier kannst du die Hebel sehen.

@IngmaeE: Ich bin jetzt doch recht lange mit den Dura-Ace Bremsschalthebeln unterwegs gewesen.


Hm - gefällt mir gar nicht, das sind genau die gleichen Hebel die ich mir auf Lager gelegt habe. Bleibt mir nur zu hoffen, dass deine ein "Montagsprodukt" waren.

Welche Laufleistung hatten denn deine und die Hebel des Radpartners ? Hast du es nach dem Defekt mit der Brunox-Dusche versucht bzw. habt ihr versucht die Hebel zu reklamieren ?

Sorry das ich so auf dem Thema herumreite aber die Dura Ace 3-fach Hebel werden/wurden nur von wenigen Radlern verwendet - daher bin ich für konkrete Erfahrungsberichte sehr dankbar. Und was für ein blöder Zufall, dass die gleichen Hebel auf der gleichen Reise den Geist aufgeben...

Gruß Gerold
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#649371 - 08/27/10 11:44 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: gerold]
Jim Knopf
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Hallo,

bei meinem Defekt waren die Hebel fabrikneu. Ich bin da lediglich von München über den Großglockner, das Puster- , Eisack- und Etschtal gefahren. Bei der Abfahrt vom Reschenpass ist es dann passiert.
Beim Metzger war der Defekt nach 45000 km. Das ist schon vertretbar von der Haltbarkeitsdauer her, aber bei einer Radreise dennoch sehr schlecht. Wäre der Defekt beim Metzger bereits auf der Krim eingetreten, wäre die Tour gelaufen gewesen. Das ist einfach Fakt. Mag ja sein, dass man die Hebel zu Hause im stillen Kämmerchen repariert bekommt. Auf der Reise unter schwierigen Umständen aber keineswegs.
Zumindest bei mir hat die WD40/Kriechöldusche rein gar nix bewirkt. So ein Zeugs hat nämlich der Radladen, wo ich schließlich einen Ersatzhebel kaufen musste, da reingesprüht.
Ist auch auf der Reise praxisfremd. Denjenigen möchte ich mal erleben, der z.B. in Norwegen im Dauerregen solch einen Hebel mit Kriechöl wieder zum laufen bringt.
Ich weiß auch nicht was das hier mit den 2-fach Hebeln soll. 2-fach Hebel sind an einem Reiserad doch völlig untauglich. Da ist mit vollem Gepäck doch schon bei 6% oder noch geringerer Steigung Schluss. Für mich war 20-27 in Norwegen mit 20Kg Gepäck sehr grenzwertig und selbst der Metzger braucht am Reiseread dreifach. Dreifach wird sogar von Profis im Rennen eingesetzt, wenn entsprechende Steigungen kommen. Deshalb ist 2-fach genauso interessant, als ob in China ein Sack Reis umkippt, da man einfach die erforderliche Über- oder besser Untersetzung für ein Reiserad selbst mit einer Kompaktkurbel nicht hat.
Du kannst mir das aber gerne, z.B. bei der Odenwaldtour am nächsten Wochenende vorführen und mit 20Kg Gepäck eine 10% Steigung mit 2-fach hochfahren.
Dann gebe ich noch zu bedenken, dass es ein Leichtes ist, einen Satz Lenkerendschalter als Ersatz mitzuführen.
Auch preislich haben die Endschalter die Nase vorn. Die Endschalter kosten gerade Mal 60€ während man für STI über 300€ hinlegen muss. Selbst wenn die Bremshebel noch Mal 100€ kosten, ist man bei den Lenkerendschaltern gerade beim halben Preis von den STI.

@IngmarE: Hast du überhaupt schon Mal eine Radreise gemacht? Z.B. auch durch andere Länder, wo die Ersatzteilversorgung sich schwierig gestaltet oder aber auch mit härteren Witterungsbedingungen gerechnet werden muss? Dein Profil schweigt sich da leider aus. Falls nein, spreche ich dir einfach ab, die Anforderungen an ein Reiserad beurteilen zu können. Bei einer Radreise kommt es nicht darauf an, möglichst schnell durch irgendeine Kurve zu fahren, oder durch eine Kiesgrube zu heizen.
Ich bin nämlich der Auffassung, dass die Teile durch Rüttelpisten und Witterungseinflüsse weit mehr beansprucht werden als bei einem Sturz in der Kiesgrube.
Gruß,

Jürgen
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#649377 - 08/27/10 11:54 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: mgabri]
Martina
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In Antwort auf: mgabri

Mir ist mal ein (geliehener) Ultegra-STI kaputt gegangen.


Tja, wahrscheinlich ist das Teil genausowenig tandemtauglich wie es reiseradtauglich ist. zwinker (Für nicht Insider: es handelte sich um den rechten Neunfach-Hebel an unserem Tandem)

Übrigens musste besagter Hebel auch vorher schon des öfteren mit WD40 wieder gangbar gemacht werden, ich gehe aber davon aus, dass das nichts mit dem Defekt zu tun hatte.

Martina
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#649379 - 08/27/10 11:58 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: Jim Knopf]
IngmarE
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Was willst du mit Ländern aussagen? Ich bin mit dem Rennrad zur Randonneuse umgebaut, mit dem Hund im Anhänger im Mai 2007 über den Rennsteig. Und zwar weite Strecken auf dem Wanderweg und nicht dem Radweg. Das heisst abfahrten mit >20km/h auf verwurzelten Singletrails, wo die restlichen Radfahrer alle Fullsaschpenschin-Baiks fuhren. Der Hund lief dann natürlich nebenher.
Ich bin mit dem Rennrad durch die Schorfheide auf Tierpfaden (hab auf ner Tier-Autobahnbrücke in die Kamera gewunken), ca 1km wegen zu tiefem Sand geschoben, und auf der anderen Seite bei nem Dorf rausgekommen, das war durch eine Strasse vom Rest der Welt getrennt, wo sogar Feldsteinpflaster geschmeichelt ist, und wo man am Rand im Sand versank. Kann mir nicht vorstellen dass es schlechtere Pisten gibt, die wären dann nicht mehr fahrbar.
Da brauchste nicht in fremde Länder schweifen.

Wenn du mit einem Fahrrad ein bißchen in die Prärie abbiegst, dann findeste in Deutschland genügend Pisten. Hier in L.E. bestehen die meisten Nebenstrassen noch aus Kopfsteinpflaster, selbst die Hauptstrassen sind teils noch mit Schlaglöchern übersäht.
Und wenn du aufmerksam gelesen hast, hab ich ne Kompromisslösung empfohlen, womit man auf jedenfall noch weiter kommt und die Kassette schalten kann: Lenkerendschalthebel nur für den Umwerfer, der im Fall der Fälle fürs Schaltwerk umgewidmet wird.

Die meisten der dutzende Stürze fanden auf Asphalt statt. Mit der SPM bin ich allein in einem Jahr auch schon wieder >1/2dutzend mal aus Kurven geflogen, und noch ne geringe Anzahl in den ersten Wochen, weil ich Kanten optimistisch zu steil nahm. Der Lenker und Sitz sieht schon gut zerschrammt aus, kann sein dass der Lenkerendschalthebel auch deswegen kaputt ging. Ich bin eher von der Fraktion: sowas muss das Rad mitmachen.
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#649381 - 08/27/10 12:02 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: Jim Knopf]
Martina
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In Antwort auf: Jim Knopf
Wäre der Defekt beim Metzger bereits auf der Krim eingetreten, wäre die Tour gelaufen gewesen.


Das hätte aber bei vielen anderen Defekten auch passieren können. Der Beweis, dass ein Lenkerendschalthebel nie irreparabel kaputt geht, steht meiner Ansicht nach auch noch aus.

Zitat:

@IngmarE: Hast du überhaupt schon Mal eine Radreise gemacht? Z.B. auch durch andere Länder, wo die Ersatzteilversorgung sich schwierig gestaltet oder aber auch mit härteren Witterungsbedingungen gerechnet werden muss? Dein Profil schweigt sich da leider aus. Falls nein, spreche ich dir einfach ab, die Anforderungen an ein Reiserad beurteilen zu können.


Das mag alles sein, aber ich empfinde deine Argumentation und vor allem deine Meinungsumschwünge auch ab und zu als recht radikal. Erst lobst du ein Teil in den Himmel und beim allerersten Problem erklärst du es sofort für komplett untauglich.
Obwohl an unserem Rad ja auch schon ein STI-Hebel kaputt gegangen ist, kann ich diese Radikalität nicht ganz nachvollziehen. So wie ich das sehe gehen nach wie vor die meisten STI-Hebel eben nicht kaputt, andererseits schaffen es manchmal viel simplere Teile, die man auch nicht wirklich weglassen kann eine Reise zu beenden.

Martina
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#649394 - 08/27/10 01:30 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: ]
Jim Knopf
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Hallo Ingmar,

sei mir nicht böse, aber eine mehrwöchige Radreise bei ständig extremen Witterungsverhältnissen sieht von der Beanspruchung gänzlich anders aus als eine doch recht kurze Fahrt über den Rennsteig, welchen ich ebenfalls schon mit dem Rad gefahren bin.
Da kommt es eben nicht darauf an möglichst schnell zu sein oder komfortabel schalten zu können, sondern überhaupt anzukommen.
Es hätte z.B. bei der Tour des Metzgers in der Ukraine auch ein defekt am Hinterrad eintreten können. Z.B. eine Kante zu optimistisch gefahren und peng, Hinterrad verbogen. Dann ist es doch viel leichter Ersatz zu bekommen, wenn man in der Wahl der Komponenten frei ist und auch eine 7-fach Kassette schalten kann. Nun du hast ja den Kombieinsatz für LE vorne und STI für hinten vorgeschlagen. Kommt für mich eher nicht in Betracht. Zum einen halte ich nix von so Bastellösungen und zum anderen könnte ich dann ja vorne auch nicht mehr schalten und hätte nämlich wieder ein Problem. Bei fehlendem Umwerfer fällt nämlich die Kette wenn man hinten die entsprechenden Ritzel fährt einfach so auf das mittlere oder kleine Blatt. Man kann so keineswegs mehr richtig fahren. Beim Lieger mit entsprechend langer Kette funzt das, nicht aber beim Aufrechtrad.
Hier in Deutschland gibt es außerdem in jedem größeren Ort Ersatz
Gruß,

Jürgen
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#649398 - 08/27/10 01:44 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: Martina]
Jim Knopf
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Hallo Martina,

In Antwort auf: Martina
Der Beweis, dass ein Lenkerendschalthebel nie irreparabel kaputt geht, steht meiner Ansicht nach auch noch aus.


zeige mir doch mal, wo ich das behauptet habe. Natürlich sind Lenkerendschalter nicht unkaputtbar, aber aufgrund der wesentlich einfacheren Technik meiner Meinung und auch Erfahrung weniger Defektanfällig. Außerdem ist es doch sehr leicht einen Satz Lenkerendschalter als Ersatz mitzunehmen. Die passen eigentlich überall rein und wiegen nicht viel.

In Antwort auf: Martina
Das mag alles sein, aber ich empfinde deine Argumentation und vor allem deine Meinungsumschwünge auch ab und zu als recht radikal.


Nun das mag so aussehen, aber aufgrund gemachter Erfahrungen darf ich doch meine Meinung auch mal ändern.

In Antwort auf: Martina
Erst lobst du ein Teil in den Himmel und beim allerersten Problem erklärst du es sofort für komplett untauglich.


Ich hatte außerdem mehr als ein Problem mit den STI, zuerst der Defekt am Hebel für den Umwerfer und dann das Schaltzugende im Schalter für hinten, welches nur mit Pinzette und viel Geduld in einer Werkstatt entfernt werden konnte.
Für total untauglich halte ich STI doch gar nicht. Wenn man nur hier in Deutschland unterwegs ist oder anderen Ländern mit guter Ersatzteilversorgung würde ich STI nach wie vor vorziehen, am Rennrad sowieso. Wüsste auch nicht wo ich die STI in den Himmel gelobt hätte. Ich finde die nach wie vor gut, aber an einem Rad mit welchem man Reisen fernab der Zivilisation unternimmt, halte ich Lenkerendschalter für wesentlich besser geeignet. Nach Norwegen, vor allem in den Norden, würde ich mit STI z.B. eher nicht fahren.
Gruß,

Jürgen

Edited by Jim Knopf (08/27/10 01:47 PM)
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#649399 - 08/27/10 01:45 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: Jim Knopf]
IngmarE
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Genau, deswegen kann man auch STI fahren, und Lenkerendschalthebel als Ersatz dabei haben, die passen überall rein und wiegen nicht viel ;p.

Also der Radwanderweg ist ein normaler unasphaltierter Weg mit teilweise Spurrillen in verschlammten Waldböden. Aber der Wanderweg führt an vielen Stellen Singletrails-mäßig durchs Gelände, kann mir kaum vorstellen dass es härtere Belastungen gibt.

Edited by IngmarE (08/27/10 01:46 PM)
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#649408 - 08/27/10 02:19 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: ]
Jim Knopf
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Hallo Ingmar,

ein Umbau von Sti auf Le ist doch recht aufwändig. Wenn man das richtig machen möchte, muss das Lenkerband neu gewickelt werden, wegen der Zugverlegung. Viel einfacher dürfte die Reparatur ausfallen, wenn man gleich Le hat. Da muss man nämlich nur das defekte Teil tauschen.

Eine Radreise ist von der Materialbeanspruchung ungleich höher, als wenn man einen Singeltrailweg befährt. Vor allem bei extremen Witterungsbedingungen hat man dann gerne mal Defekte. Ich fahre hier sowohl im Pfälzer- als auch im Odenwald ebensolche Wege und kenne sowohl den Rennsteig Radweg als auch den Wanderweg.
Gruß,

Jürgen
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#649438 - 08/27/10 04:28 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: Jim Knopf]
mimesn
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In Antwort auf: Jim Knopf
Hallo Ingmar,

ein Umbau von Sti auf Le ist doch recht aufwändig. Wenn man das richtig machen möchte, muss das Lenkerband neu gewickelt werden, wegen der Zugverlegung. Viel einfacher dürfte die Reparatur ausfallen, wenn man gleich Le hat. Da muss man nämlich nur das defekte Teil tauschen.


STI links defekt: Kette mit Hand auf entsprechendes Blatt legen, und erstmal weiterfahren. Reparatur dann am Ende der Etappe. (Vorläufiger) Ersatz eines defekten STI durch LE: Auf längeren Touren sollte man doch ohnehin Ersatzzüge und Hüllen mithaben. Somit kann die STI-Hülle liegen bleiben, Ersatzhülle wird über dem Lenkerband verlegt und mit Isoband fixiert.

Häufig ist der STI nicht defekt, sondern das aufgespleißte Schaltseil blockiert den Schaltmechanismus.
Wenn das Schaltseil reißt, läßt sich der Nippel häufig nur schwer entfernen. Abhilfe hier: Prävention!
Meist reißt ein Schaltseil nicht mal eben so. Schaltprobleme treten auf, das Schaltseil längt sich kurzzeitig recht schnell. Wer jetzt einfach die Schaltung neu einstellt, ohne das Schaltseil zu überprüfen und ggf. zu ersetzen, wird gelegentlich mit "Unschaltbarkeit" bestraft.
Übrigens: Da so ein Schaltseil gerne nah am Nippel reißt, ist Sichtprüfung ab und an mal auch möglich.

In Antwort auf: Jim Knopf
Eine Radreise ist von der Materialbeanspruchung ungleich höher, als wenn man einen Singeltrailweg befährt. Vor allem bei extremen Witterungsbedingungen hat man dann gerne mal Defekte. Ich fahre hier sowohl im Pfälzer- als auch im Odenwald ebensolche Wege und kenne sowohl den Rennsteig Radweg als auch den Wanderweg.


Inwiefern ist die Materialbeanspruchung am STI auf Radreise höher, als im Alltag? Meinen STI ist es bisher so was von egal, ob ich ohne, oder mit Gepäck unterwegs bin.
Auf Tour schalte ich wesentlich weniger, als im reinen Stadtverkehr. Was meine Erfahrungen betrifft, so hält ein nicht benutztes Schaltseil nahezu ewig. Wird es oft benutzt, ist der Wechsel eher fällig. Insofern helfen einem Angaben, nach wieviel Kilometern ein Defekt auftritt nur sehr bedingt weiter.

Gruß
Micha

PS. Wir hatten auf Tour mal an einem Rad den Ausfall des re. Rahmenschalthebels (Anlöthalter defekt) zu beklagen. Wir blockierten das Schaltwerk auf einem gut fahrbaren Ritzel. Die Blätter vorne blieben schaltbar. Nach ungefähr 150km (auf 2 Tagesetappen aufgeteilt) konnten wir Lenkerendschalter erwerben. Etwas Bastelarbeit, und die Tour konnte planmäßig weitergehen. Wenn wir mit mehreren Rädern unterwegs sind, führt mittlerweile jeder etwas an Ersatzteilen mit. (natürlich abgesprochen zwinker )
So dass an einen Abbruch einer Tour noch weniger zu denken wäre. (Wobei der Ausfall einer Schalteinheit nicht ernsthaft ein Grund wäre.)

Gruß
Micha
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#649466 - 08/27/10 05:59 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: ]
Jim Knopf
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Hallo Micha,

In Antwort auf: mimesn
STI links defekt: Kette mit Hand auf entsprechendes Blatt legen, und erstmal weiterfahren. Reparatur dann am Ende der Etappe.


das funzt so einfach leider nicht. Es muss nämlich erst mal der Umwerfer demontiert werden und dann fällt die Kette, wenn man entsprechende Ritzel hinten fährt von allein auf das mittlere oder sogar kleine Blatt. Da das unerwartet und plötzlich passiert besteht dann auch noch Sturzgefahr
Viel einfacher funzt eine Reparatur wenn man von vornherein Le am Rad hat. Da müssen einfach nur die defekten Teile ersetzt werden und weiter geht es, ganz ohne Einschränkungen.

In Antwort auf: mimesn
Inwiefern ist die Materialbeanspruchung am STI auf Radreise höher, als im Alltag? Meinen STI ist es bisher so was von egal, ob ich ohne, oder mit Gepäck unterwegs bin.


Die ist nicht nur am STI höher, weil alles viel extremeren Witterungen ausgesetzt wird. Außerdem sind die befahrenen Wege und Straßen oft schlechter als die Straßen zu Hause. Die täglich gefahrenen Kilometer sind im Durchschnitt höher als zu Hause, schließlich geht man ja auch noch arbeiten, wenn man zu Hause ist.

Selbstverständlich kann der Totalausfall einer Schalteinheit zum Tourabbruch führen. wenn man mit schwerem Gepäck in steilem Gelände unterwegs ist, geht ohne Schaltung nix mehr.

Grundsätzlich möchte ich auf einer Reise fahren und mich nicht mit Defekten rumschlagen. Dabei ist die Gefahr eines Defekts bei Le geringer als mit STI.
Gruß,

Jürgen
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Off-topic #649468 - 08/27/10 06:04 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: Jim Knopf]
Job
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In Antwort auf: Jim Knopf

Die ist nicht nur am STI höher, weil alles viel extremeren Witterungen ausgesetzt wird. Außerdem sind die befahrenen Wege und Straßen oft schlechter als die Straßen zu Hause.

Mal jetzt unabhängig von Schaltung und deren Betätigung...
Die Aussage kann ich so nicht stehen lassen. Im Alltag fahr ich auch bei Schneetreiben, Regenguss, eingesalzten Straßen und Matsch. Sowas kommt auf Radreisen zumeist im sommer eher seltenst vor. Und zumindest hier im Osten sind die innerstädtischen Straßen in einem weit schlechteren Zustand als die überwiegende Anzahl der Fernradwege.

:job
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Off-topic #649481 - 08/27/10 07:12 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: Job]
Jim Knopf
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Hallo Job,

schon klar, bei solchen Bedingungen fahre ich auch, aber solche Witterungseinflüsse sind eben meist nur von recht kurzer Dauer und gehen nicht über Wochen oder gar Monate. Zumindest steht mein Rad hier zu Hause im Gegensatz zu meiner gerade beendeten Reise durch Norwegen bei Nichtbenutzung, im Trockenen. Nach Matschfahrten in der Salzpampe sorge ich dafür, dass das Zeugs bei nächster Gelegenheit abgewaschen wird.
Außerdem mutmaße ich hier eigentlich nur über die Ursachen, warum es gerade auf einer Reise gerne Defekte gibt.
Gruß,

Jürgen

Edited by Jim Knopf (08/27/10 07:12 PM)
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Off-topic #649533 - 08/28/10 12:01 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: Jim Knopf]
slowbeat
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eins meiner räder steht immer draußen weil ich alle alltagsfahrten mit dem rad mache und das wird dann auch bei wind und wetter bewegt - die pflege ist dann eher mäßig.
im moment ist das mein tourenrad mit dem ich grad aus dem urlaub zurückgekommen bin.
da ich krummlenker und v-bremse mit passenden hebeln kombinieren wollte und lenkerendschalter nicht an meinen lenker passen wollten (aufbohren wär möglich gewesen) hab ich rahmenschalter an kelly take off montiert.
bisher gabs null problem, warum auch?

wär das denn nix für dich? simple technik, gut zu schalten ohne weites umgreifen und noch dazu sturzgeschützt. eigentlich die ideale kombination und beinahe genauso toll zu bedienen wie sti aber deutlich robuster. und preiswert ist die sache auch: 50$ die halter und noch nen satz rahmenschalter dazu (meine ham im forum 20€ gekostet, neu), dann noch tektro oder cane creek hebel (cc ist auch tektro nur teurer und mit nem anderen gummiüberzug).

Edited by slowbeat (08/28/10 12:03 AM)
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Off-topic #649536 - 08/28/10 01:20 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: ]
vgXhc
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In Antwort auf: slowbeat

da ich krummlenker und v-bremse mit passenden hebeln kombinieren wollte und lenkerendschalter nicht an meinen lenker passen wollten (aufbohren wär möglich gewesen) hab ich rahmenschalter an kelly take off montiert.
bisher gabs null problem, warum auch?

Die Option kannte ich noch nicht. Interessant. Schaltet sich das gut? Auf dem Bild auf der Website sieht der Schaltzug am Hebel arg abgewinkelt aus. Kann man aber nicht wirklich gut erkennen.

Schönen Gruß,
Harald.
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Off-topic #649537 - 08/28/10 01:28 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: vgXhc]
slowbeat
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ich hab die winkel nicht montiert, nutze an dem rad nokon und komme maximal mit der zusatzlast am selbstgebauten topträger in berührung was aber auch kein probem darstellt.
schalten tu ich ungerastert weil mir die rastung zu hart ist und weil ich mittlerweile 9 ritzel fahr (schalthebel für 8). ohne rastung komm ich besser klar.

normal dürfte der winkel nicht stören, das ist aber eine mutmaßung meinerseits.

eben weil die option recht unbekannt ist und ich sie recht elegant empfinde und prima damit klar komme schreib ich halt drüber. ich bin auch hier im forum drüber gestolpert.

Edited by slowbeat (08/28/10 01:30 AM)
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#649610 - 08/28/10 10:47 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: Jim Knopf]
saebe
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In Antwort auf: Jim Knopf

In Antwort auf: mimesn
STI links defekt: Kette mit Hand auf entsprechendes Blatt legen, und erstmal weiterfahren. Reparatur dann am Ende der Etappe.


das funzt so einfach leider nicht. Es muss nämlich erst mal der Umwerfer demontiert werden und dann fällt die Kette, wenn man entsprechende Ritzel hinten fährt von allein auf das mittlere oder sogar kleine Blatt. Da das unerwartet und plötzlich passiert besteht dann auch noch Sturzgefahr


Du kannst auch einfach mit den Begrenzungsschrauben den Umwerfer auf das richtige Kettenblatt einstellen.
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#649639 - 08/28/10 01:53 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: Jim Knopf]
mimesn
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In Antwort auf: Jim Knopf
Hallo Micha,

In Antwort auf: mimesn
STI links defekt: Kette mit Hand auf entsprechendes Blatt legen, und erstmal weiterfahren. Reparatur dann am Ende der Etappe.


das funzt so einfach leider nicht. Es muss nämlich erst mal der Umwerfer demontiert werden und dann fällt die Kette, wenn man entsprechende Ritzel hinten fährt von allein auf das mittlere oder sogar kleine Blatt. Da das unerwartet und plötzlich passiert besteht dann auch noch Sturzgefahr


Warum sollte ich den Umwerfer demontieren? Den Umwerfer kann ich festklemmen. Wenn ich die Kette auf das kleine bzw. mittlere Blatt gelegt habe, komme ich auch die Berge hoch. Während der Fahrt muß ich doch kaum schalten - soll doch nur bis zum Etappenende ohne "vordere Schaltung" laufen.

Übrigens: ich kann mit jedem der drei Blätter alle Ritzel fahren. Die Kette fällt dabei nicht auf irgendein anderes Blatt. Hat ja mit dem Umwerfer auch nichts zu tun. Der soll ja die Kette nur von einem zum anderen Blatt befördern, und in der Zwischenzeit normalerweise keine Kettenberührung haben. Sollte die Kette doch mal am Umwerfer schleifen, kommt die Trimmfunktion am STI zum Einsatz.
(Ach ja, o.g. Schräglauf habe ich tatsächlich mal bei einer Tagestour (ganze Tour) genau so ausprobiert, da ein Bekannter vor einer Tour meinte, dass das nicht fahrbar wäre. Es lief sehr gut, auch bei extremem Schräglauf hielten sich die Geräusche in Grenzen.)

In Antwort auf: Jim Knopf
Viel einfacher funzt eine Reparatur wenn man von vornherein Le am Rad hat. Da müssen einfach nur die defekten Teile ersetzt werden und weiter geht es, ganz ohne Einschränkungen.


Unbestritten. Noch einfacher wären allerdings Rahmenschalter. zwinker

In Antwort auf: Jim Knopf
In Antwort auf: mimesn
Inwiefern ist die Materialbeanspruchung am STI auf Radreise höher, als im Alltag? Meinen STI ist es bisher so was von egal, ob ich ohne, oder mit Gepäck unterwegs bin.


Die ist nicht nur am STI höher, weil alles viel extremeren Witterungen ausgesetzt wird. Außerdem sind die befahrenen Wege und Straßen oft schlechter als die Straßen zu Hause. Die täglich gefahrenen Kilometer sind im Durchschnitt höher als zu Hause, schließlich geht man ja auch noch arbeiten, wenn man zu Hause ist.


Ich fahre STI im Alltag. Bei jedem Wetter. Viel Stadtverkehr. Mit Gepäck, ohne Gepäck ... Probleme: bisher keine.

In Antwort auf: Jim Knopf
Selbstverständlich kann der Totalausfall einer Schalteinheit zum Tourabbruch führen. wenn man mit schwerem Gepäck in steilem Gelände unterwegs ist, geht ohne Schaltung nix mehr.


Gut, ich fahre eher mit Leichtgepäck. Bei techn. Problemen wird nach Möglichkeit abgespeckt. (Nahrung und Wasser nur das nötigste.
Kleines Blatt, großes Ritzel - Berg wird erfahrbar.
Repariert wird später. (Wenn Ersatzteil verfügbar und in Ruhe.)
Tourabbruch? - Ich hatte früher keine Schaltung am Rad. Da wurde etwas mehr gekämpft, und wenn das nicht mehr reichte, auch mal geschoben. schmunzel

In Antwort auf: Jim Knopf
Grundsätzlich möchte ich auf einer Reise fahren und mich nicht mit Defekten rumschlagen. Dabei ist die Gefahr eines Defekts bei Le geringer als mit STI.


Ich möchte mich grundsätzlich auch nicht mit Defekten rumplagen. Und um das zu erreichen, bekommen meine Räder auch etwas an Pflege - auch auf Tour.
(Wer früher mit Esel oder Pferd unterwegs war, stieg ja Abends auch nicht nur ab, und morgens wieder auf. Da wurde erst das Vieh versorgt, bevor selbst gegessen wurde.)
Mal kurze Sicht- und Funktionskontrolle, evtl. etwas Kettenschmierung. - Dauert nicht lange. Kleine "Schäden" fallen auf, und können behoben werden, bevor sie zu großen Defekten werden.

Bisher ging diese Rechnung bei mir recht gut auf.

Gruß
Micha
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#650044 - 08/30/10 08:01 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: Jim Knopf]
Sensole
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Bin jahrelang Campa-Ergopower gefahren, dies ohne je ein Problem. Am neuen Randoneur (Papalagi) habe ich mich jedoch für Lenkerend-Schalthebel von SHIMAO entschieden. Dies aus der Überlegung, dass ein Trekkingrad möglichst simple Technik aufweisen sollte (V-Brakes etc). dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich im Wiegetritt hie und da unabsichtlich den Schalter für den Wechsel berühre und dabei in höhere Gänge schalte, was ich Bergauffahren nicht gerade ein erwünschter Effekt ist. Habe nun auf Paradox-Wechsler umgestellt und somit im Extremfall einen kleiner Gang. grins

Edited by Sensole (08/30/10 08:02 AM)
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#650058 - 08/30/10 09:15 AM Re: Rennlenkerumbau [Re: Sensole]
thomas-b
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In Antwort auf: Sensole
... Habe nun auf Paradox-Wechsler umgestellt und somit im Extremfall einen kleiner Gang. grins
Was ist (sind) das?

Gruß
Thomas
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#650113 - 08/30/10 12:06 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: thomas-b]
Sensole
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Hallo Thomas

Das ist ein Wechsler der umgekehrt funktioniert, d.h. die Federspannung zieht ihn in die zwangsweise Richtung Hinterrad Rad (zum grössten Ritzel) hin, während konventionelle Wechsler nach aussen (Richtung kleinstes Ritzel) ziehen.


Gruss André

Edited by Sensole (08/30/10 12:07 PM)
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#650120 - 08/30/10 12:33 PM Re: Rennlenkerumbau [Re: Sensole]
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Bei Shimano nennt sich das "low-normal" bzw. "invers" (versus top-normal bzw. normal). Wie es bei anderen Herstellern heißt, weiß ich nicht.

Schönen Gruß,
Harald.
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