Hallo!

In Antwort auf: derSammy
Da gibt es grundsätzlich zwei sichere (für die Bremse) Extreme: Extreme Schleichfahrt, weil da die Bremse enorm viel Zeit bekommt die ihr zugeführte Energie wieder los zu werden. Und halt "Laufen lassen", so dass ausschließlich der Luftwiderstand bremst. Irgendwo dazwischen (abhängig von Steigung, Fahrzeugmasse und Luftwiderstanskoeffizienten des Rades) gibt es eine Geschwindigkeit, wo die thermische Belastung der Bremse maximal wird. Das ist nicht selten ausgerechnet im Wohlfühlbereich zwischen 30 und 50 km/h. Schneller oder langsamer zu fahren, ist dann für die Bremse besser. Es ist also nicht so, dass für die Bremse ein höheres Fahrttempo immer kritischer ist, oft eher im Gegenteil. Kritisch ist das höhere Tempo bezüglich Anhalteweg und Aufheizung der Bremse unter der Vollbremsung. Aber in aller Regel reichen dazu die Reserven immer aus, die Dauerbremserei ist das eigentliche Problem.


Ich stimme dir vollkommen zu. Genau das, das "Pendeln" zwischen hoher und niedriger Geschwindikeit lernen bei uns Ösis nach wie vor die Führerscheinanwärter fürs Autofahren. Das heißt dort Intervallbremsen und ist auch Radfahrern wärmstens zu empfehlen.

Auch mit voll beladenem Tandem lässt sich das leicht lernen, der Weg nach Indien ist auch lange genug, um zu üben. Niemand muss gleich beim ersten Pass alle Geschwindigkeitsrekorde brechen.

Etwas anderes: Wenn die Thread-Ersteller ein Velomo-Tandem bauen lassen, würde es sich anbieten, die Anlötteile für V-Brakes gleich mit zu bestellen. Die sollten nicht viel kosten, wiegen fast nichts und machen das Tandem weit flexibler. Falls unterwegs eine Scheibenbremse ausfallen sollte (dafür reicht schlechte Behandlung beim Bahntransport), kann sofort irgendeine V-Brake montiert werden. Die ist natürlich nicht überragend am Tandem, aber genug, um sicher zum nächsten Treffpunkt mit einem Paket von zu Hause zu kommen.

lg!
georg