Wenn man an die Zusammenhänge zwischen sozialem Status der Eltern und Bildungsmöglichkeiten der Kinder denkt, das ist in D z.B. schlimmer als in den meisten Westlichen Ländern.
[On-topic] Zurück zum Thema: HvS hat es auf den Punkt gebracht: Aussteiger beziehen während ihrer Auszeit keinerlei Sozialleistungen. Ob später einmal die Gefahr besteht, daß ein Aussteiger bei der Rückkehr zum Sozialfall wird, daß hängt ganz davon ab um welchen "Aussteiger"-typ es sich handelt. Fakt ist, daß es sich da doch um eine höchst inhomogene Gruppe handelt. Viele steigen auch aus dem Alltag und dem bisherigen Berufsleben aus, um sich eine andere (auch materielle) Existenz aufzubauen. In diesem Sinne spiele ich seit einigen Jahren auch mit dem Gedanken auszusteigen, d.h. in meinem Fall auszuwandern um mir woanders eine neue Existenz aufzubauen. Eine feste materielle, also berufliche Basis ist für mich dafür aber eine unabdingbare Grundlage, weil ich in meinem Leben auf eine gewisse langfristige Planungssicherheit nicht verzichten möchte. Aussteigen nur für ein paar Jahre zwischendurch käme für mich nur in Frage, wenn der spätere (v.a. berufliche)Wiedereinstieg schon vorab gesichert wäre. Sonst ist man irgendwann Mitte vierzig und hat keine Chance mehr im (qualifizierten!) Berufsleben Fuß zu fassen, da man hierzulande i.d. Alter für die meisten Unternehmen leider Gottes schon als verbrauchter Greis gilt.
Nochmal was zum Faden an sich: hoffentlich melden sich noch einige, die wirklich von eigenen Erfahrungen einer längeren Auszeit i.S. des Ausgangspostings oder auch einem geglückten Auswandern mit Aufbau einer neuen Existenz berichten können. Hoffentlich wurden da nicht schon viele vergrault mit den ständigen Vorwürfen hier! In diesem Sinne schlage ich vor, daß wir, die keine persönlichen Erfahrungsberichte sondern lediglich unsere Meinungen diesbezüglich beisteuern können es jetzt mal dabei belassen. Wäre doch schön, wenn es zur Abwechslung mal ein paar echte Erfahrungsberichte zu lesen gibt.