Habe ich Zweifel, warte ich. Umgekehrt warten die Kfz-Fahrer, wenn das Hindernis bei ihnen ist, zuverlässig. Niemand rastet aus, alle sind zufrieden.

Wolfgang
Das ist doch der Normalzustand.
Normal, im Sinne von häufigster Fall, unterschreibe ich sofort.
Aber ich bin sofort bei Falk, dass es leider viel zu viele Abweichungen von diesem eigentlich klar geregelten Normalfall gibt.
Und insbesondere erlebe ich das wie gesagt in Einbahnstraßen, wo der der Sanktionierungsreflex so manches Motorfahrzeugführers zuschlägt. Ich meine da durchaus lokale Unterschiede wahrzunehmen. In Köln war es vor 5 Jahren z.B. noch so, dass die Freigabepraxis von Einbahnstraßen sich je nach Stadtteil (und damit zuständiger unterer Verkehrsbehörde, oder wie das heißt), signifikant unterschied. Manche gaben eher alles frei, andere nix, manche nur vereinzelt und "tröpfchenweise". Konsequenz war, dass so manche Autofahrer da sehr konsequent in Oberlehrermanier aufgetreten sind. Selbstverfreilich auch da, wo sie natürlich absolut nicht im Recht waren.
In anderen Städten, wo man konsequenter auf einen Rutsch (fast) alle Einbahnstraßen freigegeben hat (ich denke z.B. an Freiberg in Sachsen), hat die Praxis deutlich entspannter funktioniert und viel mehr Verkehrsteilnehmer hatten auf dem Schirm, dass Radfahrer legal in Einbahnstraßen entgegenkommen könnten und keinerlei Sanktionierungsmaßnahme nötig ist.