Alle Händler haben behauptet, das ÖKO-Test und Warentest nich praxisnah wären.
Das meinen immer die Händler und Hersteller von Produkten die schlecht abgeschnitten haben, berühmter Fall die Gesichtscreme Uschi-Glas bei Stiftung warentest.... Ist der Test hingegen postiv war er natürlich korrekt und es wird damit groß geworben....
Warum sag ich dann - und wir sind zusammen mit einem anderen deutschen Anhängerhersteller Testsieger - der Test war zumindest mal sehr problematisch, von der Art der Durchführung?
Außerdem muß man zwischen Ökotest und Stiftung Warentest unterscheiden.
In dem Fall nicht: Das Prüfinstitut war das selbe, der Prüfaufbau gleich.
Öko Test hat nur noch die chemischen Qualitäten der Stoffe etc. zusätzlich getestet.
Nachträglicher Einschub: Ich muß mich grad korrigieren. Identisch war der Testaufbau beim ADAC-Test und bei Öko Test. Beim StiWa Test kann man nur von einem gleichen oder identischen Aufbau ausgehen.
Stiftung Warentest ist unabhängig, kauft anonym im Geschäft (die kriegen keine "test optimierte" von Prüfingenieuen auserlesene Ware),
Auch Öko Test hat ganz normal bei Händlern eingekauft - nicht beim Hersteller.
Da ich nicht alle Produkte selbst ausprobieren kann orientiere ich mich sehr oft an Ergebnissen von Stiftung Warentest, insbesondere bei Sicherheistrelevanten DIngen, wie: Kinderhochstühle, Kinder-Fahrrad und -Autositze, Autoreifen und eben Kinder-Fahrradanhänger....
Ich verfolge die Tests seit Jahren und war nie besonders begeistert. Die Qualität der Fahrradtests ist gestiegen, aber immer noch nicht auf einem Niveau, daß ich damit auch nur halbwegs zufrieden wäre.
Hauptkritikpunkt ist für mich, daß zu oft keine ausreichende Verifizierung mit der Praxis stattfindet. (Hat schon mal jemand eine gebrochene LX Kurbel gesehen?)
In meiner Ausbildung zum Maschinenbauing. mit Fachrichtung Prüftechnik hab ich so einiges über Prüfverfahren gelernt und in meiner beruflichen Praxis dann angewendet. Von daher traue ich mir schon einige Kompetenz auf diesem Gebeit zu. Von daher muß ich aber sagen, die Verifizierung mit dem praktischen Betrieb ist das A und O.
Wenn ich zum Beispiel bei einem Produkt in der Praxis einen Torsionsbruch habe, bei meinen Tests aber einen Biegebruch bekomme ist was falsch. Wenn in der Praxis Bauteil A versagt, im Test aber Bauteil B vor Bauteil A bricht, ist an meiner Prüfmethodik irgendwas falsch.
So, aus der Praxis weiß ich, wo beim Ritschie in seltenen Fällen ein Bauteil (Dieses Bauteil ist übrigens redundant ausgelegt, d.h. bricht es, hält ein anderes) versagen kann. Meist durch Überlast, wie sie auch vom testenden Prüfinstitut angenommen worden ist. Komischerweise hat im Test aber dieses Bauteil gehalten und ein anderes Bauteil hat versagt, daß in der Praxis absolut noch nie gebrochen ist.
Übrigens ist es bei den Mitbewerbern ähnlich, ich weiß wo die XXX Hänger ihre Schwachstelle haben, im Test sind sie woanders gebrochen.
Ich kenne das Testverfahren nachdem der Test durchgeführt worden ist und muß von daher davon ausgehen, daß bei dem Test praxisfremde Resonanzen aufgetreten sind, die dann - insbesondere bei gefederten Anhängern zu ganz neuen, unbekannten Schäden geführt haben.
Kein Wunder, daß dieser Test angezweifelt wird.
Wer weiß wie sich ein 3-Jähriger (Wenn man 2 davon drin hat potenziert sich das Verhalten) sich im Anhänger verhält und auch mal ne Wasserkiste transportieren will würde keinen Tuchboden wollen.
Übrigens haben im Test pauschal alle Hänger mit Stoffboden besser abgeschnitten, weil ihre nicht vorhandene Wanne leiser ist.
Darüberhinaus haben alle Hänger mit 16" Rädern schlechter abgeschnitten, als die mit 20" Rädern. Grund: Sie laufen schwerer.
Für mich ein bißchen sehr pauschal die Aussage.