Die ganze juristische Definitonsklauberei und Fachsimpelei hilft im Endeffekt uns bei dieser Diskussion keinen Schritt weiter - Tatsache ist, daß Benni leider sich nicht das Kennzeichen merken oder es nicht erkennen konnte und auch scheinbar keine Zeugen da sind, so daß dieser Verkehrsrüpel wohl leider ohne Strafe davonkommen wird.
Leider scheint sich die Rücksichtslosigkeit in unserer Gesellschaft auch im Straßenverkehr wiederzuspiegeln, dem einzigen "Paradies", wo man (oder frau) heute seinen Aggressionen scheinbar noch freien Lauf lassen kann. Diese Frustration und dieses Ellenbogen-Einsetzen, gepaart mit der Potenzierung der eigenen Kräfte durch das Auto (wie schon von anderen angesprochen), treibt mich dazu, weitestgehend den ganz alltäglichen Wahnsinn im Straßenverkehr nach Möglichkeit zu vermeiden. Mir ist es Streß genug, wenn ich mit dem Auto zum Dienst oder nach Hause fahren muss, da brauche ich nicht auch noch diese potentiellen Amokfahrer, wenn ich per Rad unterwegs bin - ein Grund für mich, Straßen zu meiden und unser i. d. R. gut ausgebautes Rad- bzw. Feldwegenetz zu nutzen.
Leider ist es immer noch üblich, daß solche Vorfälle nicht angemessen geahndet werden - wenn es möglich ist, daß jemand für einen Unfall mit 3 Toten, den er im Suff und ohne Führerschein gebaut hat, "nur" 2 1/2 Jahre bekommt, dürften Verurteilungen wie in diesem Fall noch milder ausfallen. Würde in Deutschland einerseits etwas lockerer und entspannter gefahren und andererseits die Verkehrsplanung und die Rechtsprechung weniger zugunsten des Autos und zu Lasten der anderen Verkehrsteilnehmer gehen, hätte ich Hoffnung, daß auch solche Verhaltensweisen irgendwann einmal aussterben - so wie sie es eigentlich verdient haben.