Benni.................was´n Horror

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ich wiederhole mich, aber Wohl und Wehe auf dem Fahrrad hängen tatsächlich oft von der hormonellen Disposition des rivalisierenden Kraftfahrzeugführers ab. Derart antisoziale Individuen kommen leider immer wieder, aber besonders auf Deutschlands Straßen vor. Vielleicht liegt es daran, dass hier die geringsten Sanktionen seitens des Gesetzgebers aber auch die geringste Motivation seitens der Strafverfolgungsbehörden herrschen. Hierzulande brauchst du eh bloß eine Fahrerlaubnis, keine Fahrbefähigung.
Jeder Depp schreit gern nach Strafverschärfenden Maßnahmen bei allen möglichen Straftaten. Tote und Schwerverletzte im Straßenverkehr, verursacht durch dummdreist menschenverachtendes Verhalten laufen allerdings lediglich unter Kolateralschäden (die können allerdings unliebsame Lackschäden auf dem teuren Stück verursachen).
Mit der Zeit habe ich durch simple Alltagsempirie einige Regeln verinnerlicht, die maßlos verabsolutierend, vorurteilsbehaftet und ungerecht scheinen mögen. Sie haben mir allerdings mit Sicherheit schon das Leben gerettet.
1. Nie zwischen 16 und 18 Uhr auf Hauptverkehrsstraßen unterwegs sein. Die Agressivität ist außerordentlich hoch um diese Zeit.
2. Die Intelligenz des Fahrers korreliert mit dem Tuningfaktor seines Fahrzeuges. Beispiel: Im Rheingau existieren keine Gehirne in 3er BMWs , erst recht nicht um 17 Uhr (das ist mein Ernst)
3. Jeder, der im Auto ein Handy benutzt, nimmt billigend in Kauf, dich über den Haufen fahren zu können.
4 Die Nichtbenutzung von Radwegen in Deutschland ist in Deutschland ein aus der Sicht gestandener Autofahrer todeswürdiges Vergehen.
5. Das verhalten, die Agressivität im Straßenverkehr ist regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. In Frankereich fährt man kultivierter, sowohl Auto als auch Fahrrad.
Das sollte man mal soziologisch untersuchen, aber ich bin von meinen Thesen ziemlich überzeugt.
Also, bleibt gesund, steigt vom Fahrrad.
Micha