[ ... ]Der Kettenwechsel selber ist so oder so kein besonderes Problem. Er wird es erst, wenn noch mehr Teile mit raus müssen. Da fallen mir die Ritzel ein. Zusätzlich gibt es bei einer Kettenschaltung einfach mehr freiliegende Teile und wegen der Indexierung im Schalter spielt auch die Reibung für die Schaltpräzision eine größere Rolle.[ ... ]
Falk, sei doch so lieb und verrate uns mal, wieviel Erfahrung Du mit aktuellen 9- und 10-fach-Kettenschaltungen hast. Am besten natürlich Langzeiterfahrung.
Ich kann jedenfalls keine Verschlechterung im Schaltverhalten durch die "vielen" Gänge feststellen. Im Gegenteil, ich kenne keine Kettenschaltung, die knackiger und präziser schaltet, als die aktuellen 10-fach (11-fach bin ich noch nicht gefahren). Selbst unter massivem Dreckbewurf am MTB. Wenn man die Züge korrekt mit durchgehenden Hüllen verlegt, hat man auch sehr lange kein Problem mit schwergängigen Zügen. Und das einzige, was an Einstellarbeiten gemacht werden muss, ist die Nachjustierung, wenn sich ein neuer Zug anfangs etwas längt. Ansonsten funktionieren die Dinger einfach.
Und wegen der Ketten: ich bin gerade mit einem Dreiersatz 9-fach-Ketten auf meinem Alltagsrad durch, die ich immer alle 1.000 bis 1.500 km rotierend tausche, damit sie sich und die Ritzel/Kettenblätter gleichmäßig abnutzen. Die sind jetzt knapp 19.000 km gelaufen, also gut 6.000 km pro Kette. So schlecht finde ich das für eine Kettenschaltung nicht. Ob die Ritzel und/oder Kettenblätter fertig sind, muss ich mir am Wochenende mal anschauen. Aber selbst wenn Ritzel und/oder Kettenblätter nötig sein sollten, finde ich auch das von der Laufleistung her nicht schlecht.
Die Horrorstories von Kettenschaltungen, die nach kürzester Zeit fertig sind, kommen entweder von Leuten, die die Dinger misshandeln oder nur vom Hörensagen kennen. Ich kenne jedenfalls niemanden, auch unter den MTBlern, mit denen ich oft fahre, der so oft Ketten usw. wechseln würde.