Hi.
Ich habe jetzt alle Beiträge mitgelesen und wie zu erwarten, gibt es eigentlich keine passende Antwort auf Deine Frage, weil wir Dich nicht persönlich kennen. Ich habe auch keine passende Antwort, aber ich kann Dir schildern, wie mein erstes Mal war - Radurlaub in den Alpen, genauer der Oberalp-Pass, meine ich.

Ich habe ja nun den großen Vorteil, im Mittelgebirge zu wohnen, da muss ich einfach Berge hochfahren, um nicht immer dieselbe Strecke hin und zurück runterzuleiern. Aber nach ca. 5 km und bis zu 200 Hm ist auch hier Schluss, bzw. der Gipfelpunkt erreicht. Das war erstmal der größte Hammer, 15 km und mehr nur bergauf zu fahren. Ich schaffe das nur mit relativ vielen Pausen, so alle 150 Hm, dafür gibts auch viele Fotos von der Auffahrt. Dabei regelmäßig und mäßig Essen, genug trinken, muss bei mir sein, sonst wirds zäh.
Als Übersetzung hatte ich damals 22:32 am 622er Rad (ca. 15 kg Gebäck), also um die 1,5 Meter Entfaltung, und die habe ich auch gebraucht. Natürlich nicht dauernd, aber über die letzen drei Gänge bin ich nie hinausgekommen. Am Berg im höheren Gang anfahren, dann ein oder zwei Gänge runterschalten hat sich bei mir gut bewährt, man kommt besser in Schwung und minimiert die "Torkel-Phase"... Die Geschwindigkeit lag damals (wie auch heute) um die 6 bis 8 km/h passaufwärts.
Inzwischen bin ich mit zwei anderen Rädern in den Alpen unterwegs gewesen, aber die Daten haben sich kaum geändert. Die Etappen wurden zwar länger, aber weder minimale Entfaltung, noch Tempo haben sich erhöht. Dafür habe ich herausgefunden, daß es für mich besser ist, nicht in Fahrtrichtung zu starren und das Ziel zu fixieren, sondern die Aussicht zu genießen. Ich fahre dann viel leichter bergauf und habe mehr vom Pass.
Noch ein paar Daten von mir, zur besseren Einschätzung: 5000 km Jahresfahrstrecke, 40 Jahre, 90 bis 95 kg (bei 1,93 m), Rad minimal 17 kg (max. 23 kg), Gepäck zwischen 12 und 18 kg.
Ciao,
Hoin.