Derjenige, der sich KEIN Wohnmobil "leisten" kann, und noch nicht mal ein Auto, ist auf manchen Campingplätzen der "Unterschichtler". Es gibt Menschen, die können sich nicht vorstellen, dass jemand freiwillig unter ihrem eigenen Mindeststandard Urlaub macht.
Hallo Karin,
so ist mir das auf Campingplätzen noch nie passiert, ganz im Gegenteil: Als Reiseradler erntet man gerade von Wohnmobilbesitzern bewundernde oder wenigstens anerkennende Kommentare à la "Ich würde eigentlich auch gerne, aber..." Dann kommen eher um Verständnis bittende Rechtfertigungen von wegen Ehefrau, Familie, Alter und Komfort mit der anschließenden Schlussbemerkung, dass man doch auch von ganz einfachen Reisen ohne viel Ballast träume. Auf alle Fälle habe ich gerade von Nicht-Reiseradlern auf Campingplätzen immer erstaunlich viel positive Aufmerksamkeit und jede Menge Hilfsbereitschaft erfahren. Meine alten Vorurteile gegen die "blöden Camper" habe ich echt verloren, früher war ich nämlich auch ein CP-Nörgler. Die Realität hat mich eines besseren belehrt, die "anderen" sind auch im Urlaub und möchten gerne interessante Menschen kennen lernen. Wer 1.000 km mit Muskelkraft zurücklegt, gilt da schnell als spannender Gesprächspartner und Paradiesvogel, da wird man schnell mal als exotischer Gast zum Grillen eingeladen (weil's den anderen allein ja auch langweiliger ist). Man muss halt nur offen sein und nicht mit Anti-Wohnmobilcamper-Vorurteilen herumlaufen.