Hallo Hans,

wir verwenden wohl unterschiedliche Definitionen von Reifenverschleiss schmunzel Dein Argument, dass Fahrradreifen pro Kilometer teurer sind als Autoreifen, trifft wohl zu (obwohl sicher? Ein Satz Autoreifen ca. 400 EUR (?, keine Ahnung, da nie gekauft) auf 80000 km, also 0.5 cent je Kilometer, Fahrradreifen ca. 40 EUR fuer 8000 km, also 0.5 cent je Kilometer..., scheint mir eher gleichteuer zu sein, zumindest aber die selbe Groessenordnung). Allerdings habe ich nicht ueber den Preis argumentiert (denn der ist mir persoenlich in der Umwelt-Debatte recht wurscht - bzw. je teurer desto besser) sondern meinte tatsaechlich den Materialverbrauch durch Abrieb. Der muss beim Auto deulich hoeher sein (groessere Masse, groessere Geschwindigkeiten = groessere Bewegungsenergie, ca. Faktor 200!), damit die Menge des verursachten Abfalls. Andererseits mag durch Runderneuerung von Autoreifen (gibt's das auch beim Fahrrad?) die Oekobilanz wieder etwas besser, vielleicht dann einen Faktor 100 schlechter als beim Fahrrad liegen.
Der andere Punkt ist der, dass du natuerlich als nur-Fahrradnutzer deutlich weniger Kilometer pro Jahr machst als ein Autofahrer. Entsprechend verbrauchst du selbst bei gleicher Ressourcenmenge pro Kilometer weniger Ressourcen. Da steckt dann das (Selbst)beschraenkungsargument mit drin. Man muss nicht alles machen, was moeglich ist.

Das Preisargument kann uebrigens wilde Blueten treiben: So beobachtet diesen Sommer in Norwegen auf dem Campingplatz, zwei WoMo-Nutzer im Gespraech: "Der Strom kostet 6 EUR pro Nacht, viel zu teuer! Da sollte man ja richtig ordentlich was verbrauchen!". Ich hatte ernsthaft ueberlegt, denen in der Nacht das Kabel rauszustoepseln :-)