Hallo!

Ich würde bei 26"-Laufrädern bleiben. Der Rollwiderstand ist bei gleichen Reifen so wenig höher, dass der Gewinn an Stabilität für mich den Ausschlag gibt. Dazu können breite 26"-Reifen Schlaglöcher leichter weg stecken, ohne etwas ab zu bekommen oder an die Felgen weiter zu reichen. Aber das ist Ansichtssache. Bei 28"-Laufrädern werden die Anlötteile für die Bremsen nicht mehr passen. Dann müsstet ihr gleich auf Scheibenbremsen umsteigen. Beim Umsteigen würde ich aber keine Kompromisse mehr machen, das wird teuer.

Bremsen: Es ist, wenn ich mich richtig erinnere, mit HS33 ausgerüstet. Die haben wir auch auf unserem Tandem. Früher waren wir gewichtsmäßig mit einem beladenen Tourentandem vergleichbar, als die Jüngste erst am Kindersitz, später mit dem Add-bike hinten nach gegondelt ist. Die HS33 genügt für uns vollkommen, auch wenn es wirklich steil bergab geht. Wir fahren aber keine Pässe mit vielen hundert Höhenmeter im Stück ab.
Auf euren Bedarf übertragen würde ich sagen, mit den vorhandenen Bremsen könnt ihr ruhig los fahren, ich würde aber nicht versuchen, wie ein Rennfahrer das technisch gerade noch Mögliche heraus zu holen. Aber das sollte mit dem Tandem ohnehin selbstverständlich sein.

Wenn ihr bei manchen Komponenten nicht gerade das beste Material vorfindet, muss das auch nichts Schlechtes heißen. Sauber eingespeichte (und hoffentlich auch abgedrückte!) Laufräder mit stabilen Felgen mittlerer Qualität z.B. können auch im Tandem lange halten. Unsere originalen Laufräder (Sram 9.0 Naben mit X-Plorer Felgen) haben 12 Jahre im Alltags- und Wochenendbetreib ausgehalten, bis die Felgen hohl gebremst waren. Klar sind spezielle Tandem-Naben besser, kosten aber auch gleich ein Vielfaches. Auf solche Teile könnt ihr später immer noch umsteigen, wenn es euch wichtig ist.

lg!
georg