Nur ein Beispiel:
XT V-Bremsen
Dieses Jahr ein Tag mit vielen Abfahrten in Thüringen mit mittlerem Gepäck: am letzten Berg war unten im Tal nur noch dieser Shimanobremsschlamm auf den Felgen. Es hat geregnet und vorher ging es auch am Rennsteig lang, d.h. Dreck war auch im System. Ich musste im Tal den Inbus auspacken, weil der Abtrag nicht mehr mit der Stellschraube zu kompensieren war...
Die gleiche Erfahrung machte ich mit einer LX V-Brake. Als ich den Furkapass ins Rhonetal bei strömendem Regen runter fuhr, hatte unten der Luftwiderstand, den ich durch das 'Linksabbiegen anzeigen' erzeugte mehr Bremswirkung, als die bis zum Anschlag angezogenen V-Brakes.
Die Bremsbeläge, die ich dann montierte, hätten wohl 'ewig' gehalten, aber es war deutlicher Felgenverscheiß erkennbar.
Sofort nach der Tour habe ich den Schrott weggeworfen und Geld in eine HS33 investiert und hatte nie Probleme, wenn ich die original Magura-Bremsbeläge verwendete (einmal ließ ich mir von einem Fahradhändler ein Alternativprodukt aufschwätzen, mit dem ich die gleichen Erfahrungen wie am Furkapass mit der V-Brake machte - seitdem habe ich diesen Fahrradladen nie mehr betreten).
Ich musste weder bei Cantilever-Bremsen, noch bei der HS33, während meiner 2-4 wöchigen Touren Bremsbeläge nachstellen oder wechseln - nur bei der V-Brake.
XT Scheibenbremsen
Neulich in den Alpen: noch schlimmere Bedingungen, dreimal soviel Gepäck, Abfahrten viel länger und steiler. Die Bremsen gingen ohne Probleme, Beläge stellen sich automatisch nach, sodass der Bremsspaß immer konstant bleibt. Ich habe mir mein neues Rad im Grunde nur gebaut, weil ich endlich ordentliche Bremsen haben wollte. So kann man die Frage auch beantworten.
Mittlerweile habe ich drei Räder vorne mit Scheibenbremse (Magura Louise mit Bremsscheibendurchmesser 180 bis 210) ausgestattet und das Bremsen ist ein Traum.