Ich glaube, ich hatte z. B. nie behauptet, dass man dem Routenplaner blind trauen soll. Als ich geschrieben hatte, dass man die Route Schritt für Schritt überprüfen muss (z. B. Fährverbindungen, Tunnels, ...) wurde gleich geschrieben, dass dann ja der Routenplaner überflüssig sei. Das glaube ich aber nicht. Die Software macht eben einen Vorschlag. Man sieht ja in den Bike-Karten die eingezeichneten Fahrradrouten und kann dann beurteilen, ob die vorgeschlagene Route einem gefällt oder nicht. Die Erwartung, dass der Routenplaner einem das Denken und Planen vollständig abnimmt, kann nur in Einzelfällen erfüllt werden.
Auch heute war ich wieder 70 km unterwegs. Die Route habe ich mit besagtem Routenplaner geplant. Dabei habe ich Via-Punkte Schritt für Schritt gesetzt, so dass ich einen Weg entworfen habe, der meinen Vorstellungen entspricht. Für die Runde waren das sechs Punkte und wieder war das Ergebnis hervorragend. Der Routenplaner hat Wege gewählt, die ich bestenfalls mit einer sehr guten topografischen Karte gefunden hätte, was mich ziemlich Zeit gekostet hätte.
Und nochmals, für mich ist das besonders interessant, da ich mir Tracks erzeuge (hat mich hier 10 Minuten gekostet) und diesen nachfahre. Wer sowieso seine Runde auf der Karte plant und diese dann natürlich auch mitführt, hat vielleicht weniger Vorteile. Obwohl der Routenvorschlag natürlich auch in die Papierkarte hätte übernommen werden können.
Ich will keinen zum Verwenden des OpenRouteService.org-Planers überreden. Mein Beitrag entstand lediglich, weil in diesem Faden gefragt wurde: "Webbasierte Routenplaner - Erfahrungen". Und diese Erfahrungen habe ich geäußert. Im Augenblick kenne ich (subjektiv) keinen besseren Online-Routenplaner (und ich kenne viele) und ich kenne auch keinen perfekten, was den OpenRouteService einschließt.
Mehr kann ich nun nicht mehr dazu sagen und will es auch nicht. Uli und Stephan, Ihr werdet diesen und andere Online-Rotenplaner offensichtlich nicht verwenden. Das ist o.k. und Eure Entscheidung.