In Antwort auf: StephanZ
In Antwort auf: moiino

Ich bin sogar realistischer Optimist, weil ich unterwegs einfach so viele Leute mit so guten Ansichten getroffen hab.


Na, wenn dir die Ansichten reichen. Ich bewerte lieber die Menschen nach ihren Taten.

GS

Dem schließe ich mich an. Jeder Mensch hat den Drang gegenüber anderen und auch vor sich selbst als "gut" darzustehen. Aber gute Ansichten verbal zu äußern einerseits und die Art wie man sich verhält wenn es drauf ankommt andererseits sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Wenn mir jemand in einer netten Unterhaltung erzählt "ich bin für" dieses, "ich bin für" jenes (kommen irgendwelche positiv besetzten Modebegriffe), daß übersetze ich zunächst immer als "ich gebe mir gern dieses o. jenes Image". Es ist in der Regel reine Etikette, heiße Luft und sich selbst bauchpinseln. Das eigene Handeln steht oft sogar in diametralem Gegensatz zu den vorgeblich vertretenen Werten. Ich kenne Menschen, die sich bei jeder Gelegenheit in vollster Überzeugung von ihrer Aufrichtigkeit damit brüsten, wie sehr sie doch für "soziale Gerechtigkeit" und "Chancengleichheit" sind, die aber selbst mit allen möglichen Tricks, die normalen Arbeitnehmern nicht zur Verfügung stehen quasi legalen Steuerhinterzug und teilweise sogar in beachtlicher Maße direkten Sozialbetrug betrieben haben.