Aber grundsätzlich stelle ich schon die Gewichtung des Standardarguments der Reiseradler, nämlich die Reparierbarkeit unterwegs, in Frage. Ich kann wenig Erfahrung beisteuern, aber z.B. beim Thema Rahmenmaterial hört man immer: Stahl kann in jedem Dorf geschweißt werden... wie oft passiert das tatsächlich?
Es kann halt immer mal was sein. Mir hat es bei einem Transport des Rades auf einem Busdach mit anderen Packstücken einmal die Bremsleitung hinten abgerissen. Das ist aber auch in all der Zeit mein einziger derartiger Defekt.
Allerdings spricht auch die Reparierbarkeit der Räder mittlerweile für mich voll für Scheibenbremsen. 2017 bei meiner letzten längeren Tour mit dem 26" Felgenbremsrad ist auf dem Flug nach Istanbul etwas dünnes und schweres in den Fahrradkarton gekracht und hat zwei Speichen aus der Felge gebrochen. Es war in nahezu jedem Laden der Stadt unmöglich einen Ersatz für 26" und Felgenbremse zu bekommen, außer auf unterstem Schrottniveau. 29" und Scheibe war kein Problem, 27,5" ebenso in großer Auswahl, 28" und Felgenbremse war schon deutlich seltener, 26" und Scheibenbreme gab es auch noch. Die Rettung war dann ein Spezialized Händler, der noch als Restbestand einen NOS 26" Laufradsatz eines alten Stumpy's im Lager hatte und sich glücklicherweise daran erinner konnte
Mit Scheibenbremse hätte ich hier schon die freie Auswahl gehabt oder wäre im anderen Fall einfach noch nen Stück mit dem eiernden Hinterrad gefahren. In der Regel bricht sowas ja nicht sofort komplett zusammen...