Hallo
Um's Gepäck geht's doch gerade, um Gepäckträger an der Hinterradschwinge und warum das Hühnerkacke ist.
erstens geht es mir zumindest in dieser Diskussion GAR NICHT besonders um's Gepäck, wie Du das artikulierst, finde ich nicht (nicht weil das Wort ungepflegt ist, "Kacke" ist nunmal unfein, sondern, weil es dem Ansprechpartner nicht die geringste Chance lässt, es sei denn er würde sich "outen" und kund geben, dass er mit Hühnerkacke sympathisiert, was wohl ein normaler Mensch nicht tut...
nachdem meine Räder alle 2 Jahren 30.000 km rund "gelaufen" sind, und wir zu zweit immer fahren, ergibt immerhin insgesamt 55.000 km alle 2 Jahre (oder 27.500 km / Jahr), haben wir einen extremen Radkonsum.
wir haben im Verlauf von nunmehr vielen Jahren VIELE vollgefederte Räder von der einen sowie von der anderen Sorte gehabt, viele sind noch hier, unsere Museumsstücke, werden aber nicht mehr gebraucht, weil zu viel erneuert werden müsste, zum Ersatzteilpreis kostet es enorm viel, sofern man überhaupt den richtigen Teil noch am Ersatzteilmarkt findet...
ich sehe am Gepäckträger an der Hinterradschwinge keinen deutlichen Nachteil...
ich sehe auch am Gepäckträger am gefederten Rahmen auch keinen deutlichen Vorteil, obwohl ich auch sie seit Monaten benutze...
Richtig angewandt bedeutet es, dass man die Federung entsprechen der Beladung einstellen muss/müsste! Das ist doch vollkommen illusorisch, wo die meisten Radfahrer nicht ein Mal ihren Reifendruck regelmäßig prüfen...
Und sonst hat es (fast) gar keinen Wert, bzw. ist sogar schädlich, falls Du oft ohne Gepäck fährst, weil Du meistens die 30 kg Mehrgewicht für's Gepäck nicht korrigierst, wenn Du sie nicht mitschleppst. Das hat viele Gründe... Beispielsweise habe ich eine feine kleine Hochdruckpumpe für Federungen. Nur sie lässt sich nicht an dem AV der Hinterbaufederung des Rads anschließen (Koga-Miyata Accelance Lady, der Hinterbau ist da nicht gefedert), die meine Frau als Einkaufrads benutzt! Dafür passt der Ventiladapter des SKS-Rennkompressors, und so entsteht der Dämpferdruck an ihrem Rad, aber messen kannst Du fast gar nichts, weil beim Abziehen des Ventiladapters so viel Luft "wild" entweicht!
Und das Problem ist nicht die vorhandene oder nicht vorhandene Hinterbaufederung: Das Problem ist der schreckliche drittweltländermässige Zustand der Radwege, Übergänge zur Strasse, zu den Verkehrsberuhigungsinseln, und Fahrzeugeinfahrten zu den Grundstücken! Das Problem sind die Löcher, Rillen und Baumwurzelschäden an ungeheuer vielen Stellen an Pflichtradwegen... Das Problem ist das Pflichtfahren im Bereich der Abwasserrinne, des Gullis eben... Entweder Du fährst legal, benutzt sie, weil sie außerhalb sehr seltener Großstädte oder Unistädte noch Pflicht sind, oder Du fährst rechtswidrig auf der Fahrbahn, wo Du oft beste Fahrbedingungen antreffen würdest, aber das Recht dazu nicht hast... Und die allererste rationelle Anforderung eines Reiserads in einem so flächenmäßig großen Land wie die Bundesrepublik, ist, reisefähig im Inland unter Einhaltung der Rechtslage zuerst zu sein! Auch mit dem BESTEN Reiserad würde ich nie über manche Baumwurzelschäden am Pflichtradweg in der 10-km-Umgebung meiner Wohnung "brettern"! Die Argumentation ist nicht haltbar...
In Abwesenheit einer andauernden deutlichen Anzeige der Einstellung der Hinterbaufederung finde ich eine Gepäckträgerfederung sehr ungünstig, weil sie dazu beiträgt, dass man eher immer falsch gefedert fährt...