In Antwort auf: schmadde
Da täuschst Du Dich aber gewaltig. Den (vermutlich gut organisierten) Banden in Berlin zumindest ist ganz genau bekannt welche Komponenten wertvoll sind. Da werden oft nur die Komponenten ausgebaut und der Rest stehen gelassen (ist einem Bekannten von mir mit seiner Federgabel passiert, da zahlt dann auch keine Versicherung - die zahlen nur wenn alles weg ist).

Ich wollte auch nicht widersprechen, dass es solche Banden gibt.
Ich denke bloß stark, dass der größte Teil der Kriminalität bei Fahrraddiebstahl auf Gelegenheitsdiebe bzw. Beschaffungskriminalität zurückgeht.
Mir ist dafür keine Statistik bekannt, nur eine generelle, die besagt, dass Diebstahl / Raub draußen im Allgemeinen v.a. auf Beschaffungskriminalität zurückgeht. Ob dies bei Fahrrad anders ist, weiß ich nicht. Habe jedoch vermutet, dass dort etwa dasselbe Bild vorherrscht.

Dann machen professionelle Banden nämlich nur einen kleineren Teil am Gesamt-Diebstahlmarkt aus. Und nur für diese wäre ja das Unkenntlichmachen relevant.
Je nachdem, wie gut die sich auskennen, könnte man einige Bauteile auch ohne Beschriftung erkennen. Aber das würde wahrscheinlich trotzdem den Wert für sie mindern, müssten sie doch dem Auftraggeber erklären, dass das das richtige Teil ist...