Hallo Rainer.
Jetzt im Sommer habe ich erstmals (habe das Rad noch nicht so sehr lange) eine Tour zusätzlich mit den Vordertaschen unternommen [...] ab ca. 25 km/h, fing die Kiste an zu wackeln wie ein Lämmerschwanz, so dass die Spurabweichung sicher 20 bis 25 cm betrug; [...] mehr ein deutliches "hin-und herlenken" mit größerem Ausschlag. [...]
- Das Flattern verschwand bei höheren Tempo über ca. 35 wieder; ich konnte Abfahrten sogar um 70 km/h ohne Unsicherheitsgefühl machen[...]
- Das Flattern trat auch auf ebener Strecke bei höherer Reisegeschwindigkeit um 30 auf und wurde m.E. durch heftigen Wind oder schlechte Fahrbahn (wellige Straßen- / Radwegkante) verstärkt oder ausgelöst
Du beschreibst ein Resonanzsystem eines Schwungrades, das durch die Taschen am Lowrider eine transversale Vektorkomponente bekommt, die durch Wind/Fahrbahnunebenheiten verstärkt/getriggert wird. Das System hat im von dir angegebenen Geschwindigkeitsbereich seine Resonanzfrequenz.
Ziel: Reduktion der überlagerten transversalen Störschwingung.Fazit 1: vorne Packlast reduzieren.
- Ich packe normalerweise vorne „schwer und tief“. Ich habe im Lauf der Reise mehrfach umgepackt (auch mal vorne ganz leicht), ohne zuverlässig reproduzierbare Ergebnisse zu bekommen, manchmal mehr Flattern, manchmal fast keines.
- Vordertaschen habe ich auf den Haken soweit möglich (Fußspitzen) nach hinten verschoben
Fazit 2: Lasthebel auf Vorderradachse reduzieren.
Vorderradtaschen gleich schwer mit symmetrischer Lastverteilung u. Lastschwerpunkt (horizontal/vertikal) in Achshöhe
Fazit 3: evtl. Dämpfung des Vorderrades gegen Bodenunebenheiten
(andere Felgen, niedrigerer Reifendruck, Federgabel)
- Das Flattern konnte ich jeweils recht gut stabilisieren, wenn ich mit viel Kraft in Oberlenkerhaltung nach vorne in die Bremsgriffe (STI) gedrückt habe
Ziel: Verbesserung des Geradeauslaufes des Rades.Fazit 4: Vorbau verlängern (Radstand vergrössern)
evtl. auch Gabel mit flacherem Winkel wählen (Nachlauf vergrössern).