Hallo Dodo,
im Prinzip gefällt mir ja Deine Einstellung. Allerdings unterscheiden sich offenbar unsere Prioritäten ein wenig. Du fliegst jedes Jahr einmal um die halbe Welt, um dort mit einem billigen, aber zugegeben offenbar doch recht guten Fahrrad fremde Länder und Kulturen kennenzulernen.
Mir geht es immer mehr so, daß ich den Eindruck gewinne, Fliegen und Radfahren das beißt sich. Teuer ist es auch. Auch ich verdiene als Doktorand nicht gerade üppig und habe noch Frau(noch in Ausbildung) und Kind(noch nicht mal im Kindergarten). Fliegen ist eine enorm schnelle und wohl auch eher umweltschädliche Art der Fortbewegung. Der Reiz beim Radfahren liegt jedoch auch im vergleichsweise geringe Tempo, der Möglichkeit jederzeit anzuhalten und in der Natur- und Menschenverträglichkeit. Weiterhin werde ich immer neugieriger auf das, was mehr so vor meiner Haustür liegt: Deutschland Tschechien, Polen, Slowakei, Österreich, der Balkan, vielleicht auch mal wieder Westeuropa oder Skandinavien. Da gibt es für mich noch jede Menge zu entdecken. Die Welt wird dadurch auch wieder wesentlich größer. Südostasien und Lateinamerika rücken vorerst in unerreichbare Ferne. Aber ich lebe ja noch eine Weile.
Das ich auch auf das Fahrrad an sich und auf das Radfahren an sich Wert lege, hast Du ja inzwischen sicher schon mitbekommen. Daher ja die ganze Diskussion hier. Ich hoffe, ich konnte Dein Kopfschütteln etwas abstellen, zumal ich mich ja nun zu einem 28"-Rad durchgerungen habe.

Gruß Georg

PS: Ich jammere bestimmt nicht über das Wetter. Das ist so, wie es ist. Solange nicht zuviel Schnee liegt, wird radgefahren und sonst eben (Langlauf-)Ski. Wohin soll's denn im Juni gehen?