Wenn ich nicht einschlafen kann, liegt das oft daran, dass ich zu spät mein Lager aufschlage. Dadurch esse ich relativ kurz vor dem Schlafengehen zu Abend (1-2h), und liege dann genau wie beschrieben teils Stundenlang hellwach da. Die
Verdauung einer großen Malhzeit braucht so ihre Zeit und bringt den Körper auf Touren. Wenn ich merke, dass ich eh viel zu wach zum Schlafen bin, nutze ich die Zeit zum Lesen und nehme einen müden Tag in Kauf; auch wenn ich dadurch sehr dünnhäutig werden kann.
Ein anderer Faktor bei Einschlafproblemen ist zu spätes Hinlegen. Wenn man viele neue Eindrücke aufnimmt, sollte man sich vielleicht einfach die Zeit nehmen, abends eine Stunde lang zu verarbeiten. Vorher einplanen und sich die Grübelzeit konsequent zugestehen.
Weitere Tips: Absichtlich nachdenken. Nicht aufs Einschlafen lauern, sondern völlig absichtlich und intensiv über andere Themen nachdenken. Das kann einen schnell so vom Drang zu Schlafen ablenken, dass man einschlummert

Oder: einen schönen Fluss bildlich vorstellen. Und dann daran denken, wie alle Gedanken und Probleme wie Blätter auf dem Fluss davontreiben. Sie richtig in die Entfernung treiben lassen; das hilft allerdings eher zur Distanzierung von Problemen als gegen allgemeine Aufgekratztheit.
Wie wäre es einfach mit ausschlafen? Wenn man abends im Bett liegt, und sich ausrechnet, dass man durch das viele Denken nur noch 6h zu schlafen hat, erzeugt das genug Stress um eine weitere Stunde lang wachzuliegen. Ich habe Einschlafprobleme eigentlich ausschließlich, wenn ich am nächsten Tag früh raus muss.