Ich bin auf ein paar Strecken deines Planes schon gefahren - im Norden In Washington mit meinen VN Yukon, im Süden in Kalifornien mit meinem Surly LHT (mit Lowridern und Zeltgepäck).

Da du offensichtlich auf asphaltierten Straßen bleiben willst sind RR-Reifen mit 25 oder 28 mm Breite (ohne Profil) völlig ausreichend. Ich hatte auf insgesamt knapp 5000 km im Westen der USA und Kanada genau eine Panne. Dünnere Reifen (zB Conti GP 4000s) rollen spürbar leichter.

Und der Wind wird auf deiner Strecke ein Thema werden - meiner Empfehlung nach solltest du dich (wegen der vielen Griffmöglichkeiten) für diese Reise mit einem Rennlenker anfreunden. Bei deinen geplanten Tagesetappen ist eine Lichtanlage unnötig, auch auf die Kotflügel würde ich verzichten - solltest du tagelang im Regen fahren müssen, kannst du die immer noch vor Ort kaufen. Und eine Stirnlampe - die du zur Not als Positionslicht verwenden kannst - musst du wegen der nachts unbeleuchteten CP sowieso mitführen. Für hinten reicht ein Batterielicht (die wenigen Tunnel an die ich mich in der Gegend erinnern kann waren alle beleuchtet).

Konkrete Radempfehlung im Rahmen deines Budgets : den 800 Euro - Cyclocrosser von Ciclib : http://www.ciclib.de/Raeder/Cross.htm?sh...023&p=1023. (Art. A 5195)

Tubus Träger vorne und hinten (der Rahmen hat alle Anlötteile) 150 Euro, breitere Rennreifen statt der Cyclocross-Reifen ca. 30 Euro Aufpreis, MTB-2-fach Kurbel (42/28) statt der verbauten 46/36 wahrscheinlich aufpreisfrei und du hast in deinem Preisrahmen ein recht vernünftiges Reiserad - ich wäre die Abfahrt von den San Bernadino Mountains lieber mit den BB7 als mit meinen Mini-V-Brakes am Surly gefahren... Es gibt zwar kurze steile Stiche, aber die meisten Anstiege im Westen sind sehr moderat - da würde ich auch einem Anfänger zu keiner Extremübersetzung raten.

Wenn du von der Reise zurück bist, könntest du das Rad weiter sowohl als stabiles Stadtrad, als Cyclocrosser oder mit entsprechender Bereifung sogar als "Not"RR nutzen...

Schöne Reise wünscht Gerold