Man kann mit einer Entfaltung von 1,7 m natürlich die Berge hochkommen. Ich hatte früher sogar noch längere Entfaltungen gefahren. Ich würde aber inzwischen immer zu einer geringeren Entfaltung raten (z. B. 1,4-1,5 m). Das schont die Gelenke und man hat mehr Reserven.
Ansonsten komme ich z. B. hervorragend mit 622er Bereifung zurecht und fahre damit eigentlich angenehmer als mit kleineren Durchmessern. Nicht umsonst geht der Trend auch im MTB-Bereich zu "29ern". Natürlich kann man auf eine Federung verzichten. Ich werde das nach langen Jahren Starrgabel und jetzt sehr guter luftgefederter Gabel nicht mehr in Erwägung ziehen. Meine Handgelenke danken mir das - insbesondere, da ich nicht nur die glatten Asphaltpisten suche. Meine Thudbuster-Sattelstütze würde ich auch nicht mehr hergeben wollen. Und - wie Falk schon schreibt - Lowrider würde ich auch dann montieren, wenn ich dadurch ein wenig mehr Gesamtgewicht in Kauf nehmen müsste (Lowrider + Fronttaschen). Es fährt sich ruhiger und angenehmer. Bei einer gefederten Gabel würde ich nur ein System wie faiv und Co. wählen. Das bringt einen deutlichen Komfortgewinn und entlastet auch die Fronttaschenaufhängung.
Am Ende wirst Du die widersprüchlichsten Angaben sammeln können. Dem ist aber auch zu entnehmen, dass es ganz auf den persönlichen Geschmack ankommt. Im Prinzip kannst Du mit jedem Rad auf die Tour gehen, solange es für Dich angenehm zu fahren ist und es einigermaßen stabil ist. Evtl. tut es hier auch ein gebrauchtes Rad oder Dein aktuelles Tourenrad - welches ich nicht kenne. Letzteres lässt sich ja evtl. auch aufrüsten ...