- Wie wählt man einen möglichst optimalen Weg aus?
Dazu hätte ich noch einen Tipp: Zur groben Vorplanung ist Google Maps ganz prima. Dort kann man nämlich mit wenigen Mausklicks eine Strecke hin- und herschieben und zusätzliche Wegpunkte einfügen oder löschen. Gerade auch für sehr lange Strecken (hunderte oder tausend(e) Kilometer) ist das gut geeignet.
Worauf man bei der Planung aufpassen muss: manche größeren Straßen in D haben Fahrradverbote und keine Ausschliederung für einen Alternativweg. Als Ortsunkundiger mit einer nur groben Karte steht man da dumm da...
- Wie orientiert man sich möglichst praktisch? Also so, dass man nicht alle 2km auf die Karte schauen muss und dennoch relativ sicher an Ziel kommt?
Das ist generell schwierig und hängt sehr von der Ausschliderung ab. Ibs. bei kleinen Straßen ist meist nur das nächste Nest ausgeschildert. Da muss man sich entweder alle zweihundet kleineren Örtchen auf dem Weg merken (Übertreibung!) oder oft auf die Karte gucken. In letzterem Fall hat sich bei mir (bevor ich ein Navi hatte) folgendes bewährt:
Ein Karte im Maßstab 1:200.000 (prima sind auch Seiten aus dem Autoatlas, rausreißen oder Kopieren) nehmen und die Strecke irgendwie einzeichnen (Fineliner, Edding Textmarker...). Das spart erheblich Zeit beim Suchen. Und die Karte dann griffbereit haben, entweder in der Trikottasche oder besser in sichtbar in einer Kartentasche am Lenker.
- Wie weit plant man sowas im Voraus? Nur grob das Tagesziel vorgeben und der Rest ist improvisiert oder jeden Tag mehrere Stationen einplanen, damit man sich nicht verfährt?
Unterschiedlich. Der eine mag es so, der andere so.
Bei längeren Radtouren plane ich die ersten ein bis drei Tage meistens relativ genau (also mit Staionen unterwegs). Danach kann ich unmöglich abschätzen, wie weit ich komme.
Es hat sich für mich jedoch als sinnvoll rausgestellt, die komplette Strecke bis zum Ziel wenigstens auf dem Papier einmal durchzuplanen. Ich muss mich ja nicht dran halten und kann bliebig abweichen, aber manchmal will ich (aus welchen Gründen auch immer) einfach nur unbürokratisch schnell vorankommen, da greife ich dann auf die Planung zurück.
Es hängt auch von Deinem Anspruch ab. Wenn Du einfach nur in der Natur radfahren willst, ist die genaue Plaung nicht sooo wichtig. Wenn man aber ein Ziel hat, z.B. "ich will in spätestens 4 Tagen am Gardasee sein"), dann sollte man sich nciht zu sehr verzetteln.
Die gleichen Fragen stelle ich mir auch immer, wenn ich die Radweit-Karten anschaue. Die Idee ist super, aber ich müsste bei jeder Abzweigung schauen, ob ich jetzt noch richtig bin.
Das war für mich der Hauptgrund, sich ein Navi anzuschaffen.

Ich war am Anfang meine Radreisekarriere sehr verblüfft, wieviel Zeit man durch das pure Suchen von Wegen vergeuden kann.
Gruß
Thoralf