Die gleichen Fragen stelle ich mir auch immer, wenn ich die Radweit-Karten anschaue. Die Idee ist super, aber ich müsste bei jeder Abzweigung schauen, ob ich jetzt noch richtig bin.
Ich fahre die Radweit-Routen sehr gerne. Die Orientierung geht mit ein bisschen Übung ganz gut, wenn man die Radweit-Karte immer vor sich hat, z.B. im Kartenfach auf der Lenkertasche.
Noch bequemer geht es mit einem GPS-Gerät. Weil es kein Routing können muss, reicht auch ein ganz einfaches Gerät, das Tracks grafisch anzeigen kann - theoretisch und mit ein bisschen Übung sogar ohne Kartenanzeige.
Für manche Radweit-Routen gibt es schon fertige Tracks, und für die anderen Routen klicke ich mir selber einen Track am PC zusammen und lade ihn dann auf das Gerät. Oder man überträgt unterwegs immer die nächsten fünf bis zehn Kilometer mit einer handvoll Wegpunkten von der ausgedruckten Karte ins Gerät und hangelt sich so voran (geht nur, wenn das Gerät Karten anzeigen kann). Das geht auch ganz gut und braucht keine große Vorbereitung daheim. Ich habe schon alle drei Varianten ausprobiert und bin immer gut ans Ziel gekommen.
Man sollte aber auch nicht die sozialen Möglichkeiten unterschätzen, wenn man mit Karte und unsicherem Blick die Umgebung absucht. Meistens findet sich jemand, der einem (mehr oder weniger sinnvolle) Hilfe anbietet und einen ins Gespräch verwickelt. Auch lustig sind die verwirrten Reaktionen der Einheimischen, wenn man ihnen anhand der Radweit-Kartenschnipsel den Weg beschreibt.

Das fällt weg, wenn man elektronisch perfekt geführt einfach durch die Gegend rauscht.