mir jemand sagen, wie die Straßenverhältnisse mittlerweile aussehen? Die Panamericana ist grob 20.000km lang. Wenn 95% der Strecke liegeradfreundlich und nur 5% etwas problematisch zu befahren sind, dann überwiegen in meinen Augen die ergonomischen Vorteile des Liegerades. Wenn man allerdings vermehrt Schotterpisten, steile Pässe, Schlamm, Modder und Sand vorfindet, dann würde ich ganz klar zum normalen Reiserad greifen.
Du kannst fast alles auf Asphalt fahren, die richtig tollen Strecken sind aber meist nicht asphaltiert und teils in sehr schlechtem Zustand. Dazu kommt gerade in den hohen Anden der Leistungsverlust durch die Höhe.
Ich habe meine Rad auf die schlechten Strecken ausgerichtet, weil die am abenteuerlichsten sind. Auf Asphalt wäre man natürlich mit einem (tiefen) Liegerad etwas schneller, aber das ist bei einer solch langen Reise kein Problem, ist ja kein Rennen.
Hier mal ein paar Bilder aus UR:
Routa 40 in Argentinien.
Lagunenroute Bolivien, bei solchen Verhältnissen würdest du mit einem Liegedreirad immer mit einem oder zwei Reifen direkt im tiefen Schotter fahren, das ganze auf 4500müdM, da bist du schnell völlig platt. Das ist was anderes, als wenn du auf einer Asphaltstraße halt 2km/h langsamer bist, weil dein Luftwiderstand etwas höher ist.
Ebenfalls Lagunenroute. Hier ist die Strecke mal OK, manche Pisten werden ab und zu mit einem Grader abgezogen. Wenn er gerade dort war ist sie gut, nach einiger Zeit ist sie wieder schlecht. Manchmal so schlecht, das sich selbst die Geländewagen eine neue Piste suchen.
San Franziskopass Chile-Argentinien.
Auf dem Weg zum Salar de Ujuni. Steine auf der Piste etwa faustgroß.
Furten in Patagonien. Da kann ein Nabendynamo schnell geflutet werden, der Wasserdruck ist hoch.
Gerade in Chile und Peru hast du die Wahl zwischen monotoner Küstenwüste über tausende Kilometer mit Schwerverkehr auf Asphalt oder den tollsten Abenteuerstrecken oben in den Anden.