Ja, ja, ich habe mich ums östliche Mittelmeer nicht gekümmert. Aber durch das Umsteigen in Avignon in Regional- oder Teoz-Züge nach Narbonne, dann ggf. nochmal nach Collioure o.ä. entstehen halt sehr lange Bruttofahrzeiten - der Tag ist dann dahin. Ich bin vor Jahren mal von Paris nach Montpellier mit TGV, da war man überschaubar noch vor Mittag in Montpellier (und zuvor mit Nachtzug ab Stuttgart). Diese Verbindung mit Radmitnahme gibt es nicht mehr. Die einzige TGV-Verbindung, die neu und durchgehend über den Tag Fahrräder transportiert, ist Paris-Strasbourg, der Rest wurde eher schlechter. Cerbére-Strasbourg mit Nachtzug bin ich vor ca. 3 Jahren gefahren, dann anschließend mit TGV nach Stuttgart und ich war montags noch um 12 Uhr im Büro. Mit den Nachtzügen über Paris erreiche ich aber diesen TGV nicht mehr, der nächste kommt dann um 15 Uhr in Stuttgart an. Also, Tag gelaufen.
Die Toulouse-Variante muss ich nochmal genauer studieren, aber auch dort gibt es immer wieder ungünstige Umstiege. Es ist ja nicht nur Mittelmeer - Toulouse, sondern auch noch der Umstieg in Paris. Bis Strabourg geht auch noch das eine oder andere - nach Stuttgart dünnen die Möglichkeiten aber aus (es gibt ungefähr nur 3 TGVs täglich nach Stuttgart, der Rest ist fahrraduntauglicher deutscher Fernverkehr). Meist passen die Anschlüsse nicht an die Nachtzüge - auch je nach Wochentag noch verschieden.
Diese willkürlichen Fahrttermine bei den meisten Nachtzügen machen die Sache leider eben so untauglich - ich kann ja nicht Urlaub nehmen, wenn die Bahn fährt, sondern möchte Bahn fahren, wenn ich Urlaub habe. Es ist auch nicht verständlich, warum ausgerechnet die Nachtzüge gerade in typischer Ferienzeit (Juli z.B.) überhaupt nicht oder nur punktuell verkehren sollen. Nachtzüge sind doch gerade eher für Touris, TGVs eher fürs Business???
Ich kann zwar sowohl eine Hin- als auch Rückverbindung über Paris ganz gut konstruieren - aber es kostet mich zwei Urlaubstage, die ich sonst nicht verloren hätte.