Hallo,
ich habe mir im Februar das Centurion cc 3000 gekauft. Nach Web-Recherche habe ich es für 950 bekommen. Ich habe es mir direkt mit Marathon Race 30er Breite sowie den schmalen SKS Schutzblechen ausgestattet. Einen Tubus Vega Träger konnte ich in der Bucht für 40 Euro ergattern. Es ist ein sehr gut zu fahrender Langstreckenrandonneur geworden, der mit der Bereifung jeden Waldweg schluckt und auf Asfalt +-25 kmh Reisegeschwindigkeit bei geringer Belastung ermöglicht. Positiv finde ich die hohe Reisegeschwindigkeit, die Souveränität für ein "Rennrad" auf schlechten Wegen.
Schlecht finde ich die Bremsen, bei Notfallbremsungen, vor allem noch mit Gepäck, muß man schon eine beherzte Fingerverkrampfung hinlegen, um sowas wie Verzögerung zu erzeugen. Die zusätzlichen Oberbremsgriffe streiten sich mit der Ortlieb Ultimate, sofern man diese auf der normalen Lenkerbefestigung hat.
Der Serienvorbau war mir für Langstrecke zu tief (Nackenschmerzen, Asphaltblick); ich ahnte es aber schon vorher und verabredete optionalen Tausch ohne Kosten.
Das Stevens GT bin ich auch mal probegefahren; aber leider eine Nummer zu groß. Bin kaum an den Lenker gekommen; könnte also stimmen mit dem "zu langen Oberrohr".
Die 3fach Kurbel ist ein Argument. Die Bremsen des GT kenne ich nicht.
Als eigentliches Fazit aus meiner Crosser-to-Reiserad-Wahl sehe ich für mich nicht so den rechten Vorteil des Rennlenkers; denn von Centurion gibt es noch ein Rad, was sehr ähnlich ist, aber einen geraden Lenker hat.
Jedoch sind die Bremshebel sicherer zu betätigen, die Schaltung liegt näher an den Fingern, und der aerodynamische Vorteil des Untergriffs kommt bei mir eh' nicht zum tragen, da ich so nicht fahre. Fahre ich im Obergriff oder im-nach-vorne-Griff, habe ich beim Rennlenker die wohl sehr ähnliche Postion wie an der Flatbar mir Hörnchen; auch aerodynamisch.
Daher würde ich mir so ein leichtes Rad wie Centurion cc oder Stevens GT als Flatbar Fitnessbike mit Hörnchen; die übrigens mittig des Lenkers gesetzt auch einen aerodynamischen Gewinn bringen, zulegen und zum flotten Randonneur auftakeln. Ich sehe den Gewinn beim Rennlenker nur im Untergriff, der bei mir bisher nicht zustande kommt. Der Preis dafür sind beim Centurion schlechtere Cantibremsen und geringere Handbremskräfte bauartbedingt. Nur mal so mein Resumee, dessen Ansatz ein ähnlicher war wie Deiner.
Gruß Marco