Hallo HeinzH,
Was man bergauf langsamer ist, kann man, so man es denn will, bergab wieder "reinholen".
Ich denke, dass Du der letzte bist, dem ich mit der folgenden, natürlich rein theoretischen, Spielerei etwas Neues erzählen würde, aber ich kann mir folgendes Rechenexempel trotzdem nicht verkneifen:
Aufgabe: Bewältigung eines Alpenpasses, 15 km hoch und 15 km runter
Annahmen: mit meinem Reiserad erziele ich bergauf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 km/h, mit einem Liegerad eine von 8 km/h. Bergab fahre ich mit dem Reiserad 30 km/h, mit dem Liegerad (hypothetische?) 60 km/h. (Ich habe natürlich keine Ahnung, ob die angenommenen Differenzen halbwegs realistisch sind; ich vermute, dass ich beide Differenzen eher überschätze.)
Ergebnis: mit dem Reiserad brauche ich bergauf 90 min, mit dem Liegerad 113 min, was eine Differenz von 23 min ergibt. Bergab bewältige ich die Strecke mit dem Reiserad in 30 min, mit dem Liegerad in 15 min. Bleiben immer noch 8 min Vorsprung für mich mit dem "Upright", in denen ich mein Fahrrad abgepackt, das Zelt aufgebaut und das erste kühle Blonde geöffnet haben kann.
Gruß
Antje
P.S.: Ich habe nicht überlesen, dass es Dir (und mir genauso wenig) nicht auf Minutenunterschiede beim Reisen ankommt. Es ging mir nur um die Darstellung dessen, dass es grundsätzlich ziemlich schwer ist, "verlorene" Zeit durch schnelleres Fahren wieder einzuholen...