Na, da ich so konkret angesprochen wurde, anworte ich mal.
Wenn man kein Auto hat, fährt man doch automatisch Rad. Laufen oder ÖPNV sind in meinen Augen keine nennenswerten Alternativen.
Ds sehe ich halt anders. Ich gehe sehr gerne zu Fuß und nutze den ÖPNV, denn Radfahren macht mir in der Stadt überhaupt keinen Spaß, ganz im Gegenteil. Wenn Du mein Ausgangsposting aufmerksam liest, siehst Du auch, dass mir hierum auch nicht geht. Die Frage bezieht sich ganz konkret auf das Radfahren in der Freizeit.
Allerdings spiele ich nicht Tischtennis, habe kein Auto und keinen Fernseher zum Zeit totschlagen.
Auto habe ich auch keines. Das TV-Gerät benutze ich nicht zum Zeit totschlagen, sondern gezielt. Neben 1- 3mal Tischtennis pro Woche (und Radfahren) habe ich noch viele weitere Interessen.
Ich brauche auch deutlich weniger als 8 Stunden Schlaf
Ich schon und zudem habe ich im Laufe meines Lebens festgestellt, dass ein bestimmtes Quantum an Ruhezeiten, an denen ich nichts tue oder nur lese oder fernsehe, für mein Wohlbefinden sehr wichtig ist. Das ist für mich wie (m)eine Batterie aufladen. Wenn ich davon genügend bekomme bin ich ausgeglichen, dynamisch, neugierig, kommunikativ, ..., wenn nicht, dann lustlos, erschöpft, unkonzentriert, abweisend, ... .
Wenn du erst 19:00 Uhr aus dem Büro kommst, fängste auch später an und kannst es früh rollen lassen.
Nee, bloß nicht. Ich bin ein Morgenmuffel und brauche es morgens seeeehr langsam. Mein ausgedehntes und ruhiges Frühstück mit viel Zeitunglesen ist mir heilig. Und auch danach hasse ich es, wenn es schnell gehen muss. Leute, die mich kennen, merken tagsüber sehr deutlich, wie mein Morgen war. Zu meiner Schulzeit gab es zum Glück ein paar Lehrer, die erkannt hatten, dass ich in den ersten zwei, drei Schulstunden nicht unwillig, sondern unfähig bin.
Dann schläft es sich auch viel besser!
Damit habe ich zum Glück überhaupt keine Probleme.
Aus den vielen Beiträgen hier habe ich drei Dinge deutlich erkannt:
a) Bei mir geniessen vielen andere Dinge eine min. genauso hohe oder höhere Priorität, als das Radfahren.
b) "Jeder Jeck ist anders!" Bei den Menschen, die in der Freizeit mehr Radfahren, als ich, sind Anzahl und/oder Reihenfolge der Prioritäten anders.
c) Ich glaube nicht, dass ich zufriedener sein werde, wenn ich in meiner momentanen Situation meine Prioritäten ändern und mehr Radfahren würde, weil mir dann andere Dinge fehlen würden. Sollten sich meine Lebensumstände ändern, würde das bestimmt anders aussehen.
Hier nochmal die (anderen) Erkenntsnisse, die ich etwas weiter oben im Thread schon mal niedergeschrieben hatte:
Ich fahre in der Freizeit(!) weniger Rad, als andere, weil (anscheinend)
a) ich etwas mehr Verpflichtungen habe als andere.
b) ich mehr Interessen außer dem Radfahren habe als andere.
c) meine Schlaf- und Ruhezeiten relativ lang und mir heilig sind.
d) ich nur bei gutem Wetter radel.
e) ich mehr Zeit für's Radfahren aufwende, wenn ich denn mal fahre
(... weil es in meiner direkten Umgebung keine schönen Strecken gibt).
Gruß
Uli