Was mir auffält ist dabei, dass nicht ein einziger Lokführer das Maul aufgemacht hat oder als Zeuge nach 1945 vernommen wurde.
Was würdest Du an Stelle der Lokpersonale tun? Denk auch daran, dass sie im Hinterkopf haben mussten, selber in einem derartigen Wagenzug zu landen. Die Lok- und Zugpersonale sind die falschen Adressaten. Im besten Fall wären sie zum Militär eingezogen worden, ohne dass sich am System was geändert hätte. Besondere Dienstpläne und eigenes Personal für Deportationstransporte soll es nicht gegeben haben. Sie wären auch schon wegen der Unregelmäßigkeit kaum sinnvoll gewesen, sofern man das überhaupt so ausdrücken kann.
Theresienstadt liegt nördlich von Prag. Der Weg nach Auschwitz ist über Dresden nicht sehr wahrscheinlich, da er einen großen Umweg bedeutet und im Krieg Transportraum ganz allgemein knapp war. Fahrten über Mährisch Ostrau hätten die DR nicht berührt, hier wäre die BMB-ČMD und dann die Gedob zuständig gewesen.