Hallo Jörg,
meine Freundin und ich sind im vergangenen Jahr die End to End Tour gefahren. Alles was hier geschrieben wird über England und den Steigungen bis 30% stimmt. Auch stimmt, das die Nebenstraßen recht schnell und gefährlich sind. Bei Schottland solltst Du aber nicht mit den gleichen Maßstäben rechnen. Dort sind die Steigungen auch nicht ohne, sie sind aber langgezogen und viel weniger extrem. Ich habe schon viele Strecken dort ausprobiert, Du solltest aber nur in wenigen Fällen darauf hoffen, gute Radwege zu finden, eher sind die kleineren Landstraßen der Weg. Der Verkehr ist auch so ungefähr halbiert.Ich kannte das alles sehr gut von früher mit dem Wohnobil und hatte so im Sinn, dass es Campingplätze ohne Ende gibt. Das stimmt eigentlich auch, habe aber festgestellt, dass das etwas anders empfunden wird, wenn man sie mit dem Rad erreichen will. Allerdings ist, wie auch in Skandinavien, das Jedermannsrecht gut etabliert.
B&B gibt es praktisch überall und eine gute Adresse sind auch die Travel-Lodges.
Selbst während des Big-Tattoo haben wir in Edinburg ein brauchbares Hotel gefunden.
Das Einzige, was ich nicht verschweigen möchte, ist, dass Du gut vorsorgen solltest,wie Du unter Umständen zwischenbefördert werden willst. Wir haben unser Auto in Südengland stehen lassen und wollten mit der Bahn oder so zurück dorthin.
Wir sind etwas sorglos darangegangen und haben gedacht, in GB ist sowas kein Problem.
War es aber dann doch. Wir hatten ein Busticket mit der festen Zusage der Radmitnahme gebucht und bezahlt, doch der Busfahrer hat uns abends abgewiesen. Die Bahnfahrt ist gut buchbar, preiswert aber nur, wenn sie lange vorher gebucht wird. Da wir etwas zeitgebunden waren, mussten wir am ende nehmen, was ging und haben 800,- Euro mit öffentlichen Verkehrsmitteln bezahlt.
Insgesamt ist Schottland sowieso nicht günstig, aber als Radreisender geht es schon.
Wenn Du weitere Informationen haben möchtest, gern.
Unsere nächste Tour: Griechenland-Venedig an Ostern
Nette Grüße
Helmut