Ich denke eher, dass die Nutzer einer Helmlampe deren Blendwirkung selber garnicht wahrnehmen (können), zumal wenn es sich um KFZ-verkehr handelt der ihnen entgegenkommt. Ich kann außer bei wirklich dunkler Umgebung nichtmal den die Abgrenzung des Lichtscheins meiner 60 Lux B&M Lampe genau erkennen und wenn der ein bischen zu hoch kippt möchte ich mir nicht selber entgegenkommen müssen.
Die vom Nutzer wahrgenommene Helligkeit der eigenen Lampe verteilt sich ja auf ein vergleichsweise großes Sichtfeld und wird so verhältnismäßig schwach. Der/die Gegenüber hingegen schaut in einen konzentriert hellen Lichtpunkt vor i.d.R. dunklem Umfeld, was dann die eigentliche Blendwirkung hervorruft.
Mit einer halbwegs vernünftigen Fahrrad-, Taschen- oder Helmlampe kann ich selbst bei reduziertem Tageslicht wie es bei bewölktem Himmel auftritt jemanden blenden, wenn ich ihm direkt in die Augen strahle. Das problem ist aus meiner sicht bei beweglich eingesetzten Lichtquellen daher nicht zu lösen und ich plädiere für eine Befestigung des jeweiligen Leuchtkörpers am Fahrrad, und einer auf den Straßenbelag ausgerichteten Lichtkegel. Das dies nur mit dafür konstruierten Reflektoren vernünftig funktioniert ist zwangsläufig. Wenn es aber hart auf hart kommt, ist mir jedes provisorische Licht am Rad lieber als gar keins.
Um die Frage des Fadens aus meiner Warte zu beantworten:
Stirnlampen fürs Fahrrad im Prinzip nein, aber wenn es mal garnicht anders geht ist dies wesentlich besser als ein Blindflug.
Grüße, Fundador