Die Helmlampe, egal welche, ist vom Gesetzgeber nicht verboten. Eben darum kommt es auf einen verantwortungsvollen Umgang mit der Helmlampe an!
Sorry, aber Du hast lichttechnisch schon ein ziemlich Procyon-zentriertes Weltbild

. Klar sind die Dinger nicht verboten, ist auch gut so, und für die Dinger ist, da sie nicht Bestandteil des Fahrrades selbst sind, nicht nur nach meiner Rechtsauffassung auch die ganze StVZO nicht relevant.
Aber ich bin mir sicher, daß Du Dir noch nie als Gegenverkehr begegnet bist, und vermutlich auch eher selten anderen Leuten, die wirklich
ernsthafte Stirnlampen auf dem Radl benutzt haben.
Meine Erfahrung als Teilnehmer radelnden Gegenverkehrs:
Der Großteil der Stirnlampenradler ist mit Kleinfunzeln unterwegs, die überhaupt nicht stören, sondern im Gegenteil zur Sichtbarkeit des Radls fast nichts beitragen können und vermutlich auch dem Radler selber kaum etwas nützen (das sind die vom Typ "Tikka" als oberster Qualitätslevel, Skala nach unten bodenlos offen, keine sinnvolle Leuchtweite, halbwegs als Raumlicht/Nahbereich geeignet). Auf der Straße kaum mehr als ein besseres Positionslicht.
Ein gewisser Anteil ist aber dann auch im normalen Straßenverkehr mit starken "Netzhautlochern", beginnend bei Tikka XP, diversen ausgesprochenen Mountainbike/Offroad-Strahlern bis hin zu Lupinen, Big Bang usw. am Kopf!! unterwegs, und bei diesen Zeitgenossen nun leider ein erheblicher Anteil, der offensichtlich (ebenfalls eigene Erfahrung) nicht verantwortungsvoll damit umgeht. Und das hat auch mit dem rotationssymmetrischen Scheinwerferspot ohne radler-adäquate Hell-Dunkelgrenze nach oben zu tun. Wenn Du das Haupt so weit nach unten neigst, daß dieser Lichtkegel nicht mehr den Gegenverkehr blenden kann, siehst Du selber nicht mehr viel von der Straße vor Dir. Ein fest montierter, auf Fahrradeinsatz optimierter Scheinwerfer leuchtet vernünftig breit, leuchtet eine ordentliche Entfernung aus und hat dennoch eine messerscharfe Dunkelgrenze nach oben, damit man bei exakter Einstellen niemanden blendet. Für denselben Effekt kannst Du Deinen Kopf gar nicht so ruhig halten.
lG und nix für ungut
Matthias
PS.: Ich behaupte mal, davon fundiert reden zu können, weil ich als Höhlenforscher den Markt an funzeligen und an brauchbaren Stirn-/Helmlampen ziemlich gut kenne und selber, wie schon geschrieben, unter Tage mit einer
Scurion unterwegs bin, die ich als Fahrradlicht
im normalen Straßenverkehr beim geringsten Gegenverkehr nur gedimmt und nur mit einem festen, gut einstellbaren Halter verwenden würde. Allein durch den Wald? Herrlich, kann nie genug Licht sein.

Mit dem Ding am Kopf mitsamt Steinschlaghelm war ich genau einmal auf der Straße unterwegs, um einem Nachbarn abends eine Strecke auszuleuchten, wo er einen Schlüssel gesucht hatte.