Hallo Reiseradler und Rohloffans!
Immer wieder lese und höre ich, dass sich eine Rohloffnabe für extreme Vielfahrer auch finanziell lohnen soll... Angesichts des Preises erscheint das immer ziemlich unglaublich.
Die Frage, die ich mir und euch stelle ist: Wie lange hält eigentlich eine Rohloffnabe und wie hoch sind die Wartungskosten? Hat schon mal jemand eine Rohloff kaputt bekommen? Nach wievielen Kilometern? Ist die Rohloff wirklich bis auf den Ölwechsel komplett wartungsfrei?
Gruß,
Mathias,
der Rohloffnaben technisch bewundert und leider noch nie eine gefahren ist....
Sehr lange, d.h. 6-stellige Kilometer.
Die Wahrscheinlichkeit, daß sich die Dose durch einen derben Unfall oder Diebstahl vom Eigentümer verabschiedet ist sehr viel höher als z.B. ein erreichen der Verschleißgrenze des Getriebes.
Das Ritzel hält sehr lange (um die 20 000 km), und man kan diese Reichweite noch verlängern, indem man es umdreht (es fährt sich ja nur in eine Richtung ab).
Die Ketten halten sehr lange und wenn man Nabenschaltungsketten verwendet (stabiler und billiger), hält die Kette noch länger und theoretisch lebt auch das Ritzel etwas länger, weil diese Ketten nicht so flexen und schlingern.
Eine Nabenschaltungskette ist allerdings nicht mit dem Original Rohloff Kettenspanner kompatibel, aber man kann ja auch einen anderen nehmen.
Trotz all dieser Vorteile rechnet sich die Dose nicht durch einen Finanziellen Vorteil (wie man's auch immer rechnen mag), sondern durch die Wartungsarmut und die damit gesparte Zeit.
Ausserdem ist es praktisch, wenn man im Stand schalten kann, oder mit viel Gepäck am Berg ganz nach unten durch schalten kann ohne auf Kettenschräglauf zu achten, oder keine Angst mehr vor einem Kettenriss im Wiegetritt haben muss, oder Speichenbrüche unwahrscheinlich werden, oder ...
Du solltest das fahren einfach ausprobieren, denn wenn es dir gefällt (oder auch nicht) ist die Entscheidung eh' schon gefallen
