bestätigt mich in meiner spontanen ersten Einschätzung, dass wir es in allererster Linie mit einer Sportlerin zu tun haben, die für diesen Sport gerne optimale Bedingungen hätte und dabei übersehen hat, dass es die im normalen Straßenverkehr nicht gibt.
Meinem eindruck nach ist das das eine, wobei abgase und asthma-neigung sicherlich ein problem sind.
Davon abgesehen macht das auf mich den eindruck, daß sie schlicht und ergreifend die ausdauerbelastung unterschätzt hat. Sie hat ja fahrrad trainiert. Aber sie war sich wohl nicht im klaren über die wirkung von dauerbelastung über mehrere tage hinaus ...
Wäre sie mal eine woche lang eine probetour im rahmen ihrer vorbereitung gefahren, dann wäre sie schlauer gewesen. Offensichtlich hat sie das nicht gemacht, sondern sich gedacht: "ich bin ja ansonsten fit, da trainiere ich etwas radfahren und dann geht es los" - und hat sich dann auch gleich längere tagesetappen vorgenommen, als sie (mit gepäck und auf nebenwegen) bewältigen konnte.
Irgendwie geht es ihr da wohl wie vielen, die sich bei ihrer ersten radtour gleich mal vor lauter begeisterung etwas übernehmen. Nur passiert das bei den anderen in einem kleineren rahmen und ohne großen rummel.
Die sache ist m.E.: sie hat ja nun halbwegs selbstehrlich gesagt, daß sie eben die belastung unterschätzt hat (insbesondere wenn sie nebenrouten fahren mußte) und sich deswegen eben ein begleitfahrzeug genommen hat - was solls!? Das ist ein kleiner schönheitsfehler an der tour, naja. Das gesamtvorhaben bliebe immernoch spannend.
Aber so? Die unzulänglichkeit nicht in der eigenen vorbereitung sondern in den gegebenheiten der länder zu suchen, durch die man freiwillig fährt?
Das ist das, was m.E. überhaupt nicht zum abenteurerin-image passt. Die gegend und die gewählte route sind die herausforderungen, denen sich der/die abenteurer/in stellen will und nicht das, worüber er/sie sich dann beschwert. Und sich über abgase beschweren, dann aber selber noch welche durch ein zusätzliches motorfahrzeug verursachen, ist auch irgendwie nicht so sehr konsequent.
Mal abgesehen davon, daß es mit einem fahrzeug auch authentischer ginge, mit einem wasserfahrzeug. Mit dem rad an die französische atlantikküste oder ans mittelmeer, dort ein hochseetauglichens segelboot besteigen, mit diesem selber bis zum vereisten kontinent segeln usw. - alles selber und ohne abgase.
(Da könnte sie sich eine scheibe von Ellen Mc Arthur abschneiden. Obwohl auch bei ihrem extremsegeln eine ganzes team an land dahinter steckt, stellt sie sich auf dem wasser wirklich allein der selbst gewählten herausforderung. Und das zieht, weil es echt ist. Da lassen sich die sponsoren nicht lumpen.

)
MfG