In Antwort auf: ingobert


wobei ich mich wiederum folgendes Frage: wenn ich also prinzipiell erst einmal das Recht habe, auf einer nicht-privaten Wiese zu Zelten, dann darf ich doch eigentlich erwarten, daß eine Privat-Wiese dann auch entsprechend gekennzeichnet oder umzäunt o.ä. ist.

Wenn ich aber nun davon ausgehe, daß ich auf jeder Wiese zelten darf, wo weder ein Schid steht, noch ein Zaun ist, dann sind wir im Prinzip beim "allemannsretten"...


Guten Abend Ingobert,

auch ich schlafe sehr gerne draussen, meist ohne Zelt. Hierzulande ist viel Grund ist in Privatbesitz, da freue ich mich, wenn unser Verhalten toleriert wird. Einen Rechtsanspruch wuerde ich nicht geltend machen. Auch wenn die Gegenseite unfreundlich werden sollte, halte ich es fuer angebracht, hoeflich zu bleiben. Wir sind in deren Gebiet, auf deren Grund. Und bei meinen doch einigen Naechten draussen kam schon mal einer zum Gucken, doch nie zum Meckern. Vor allem, wenn man den Jungs oder Maedels erklaert, dass man auf einer etwas groesseren Radtour ist und es am Abend einfach nimmer weitergeschafft hat, oder - z.B. bei einer Scheune mit geeignetem Vordach - wegen des Gewitters halt nur unterstehen wollte, dann ist voellig unerwartet Nacht geworden, findet man oft mehr als Verstaendnis.

Wenn wir Draussenschlafer jedoch anfangen, mit "dann zaeunt doch Eure Wiesen ein!" (was sehr oft durch andere Vorschriften verhindert wird, gluecklicherweise) um uns zu rufen, dann machen Touren in den Stacheldrahtgassen bald keinen grossen Spass mehr.

Viele Gruesse,
roland.